Archiv der Kategorie: Isarflussbad

Podiumsdiskussion „Isar – Alles im Fluss?“ am 30.6.2026 um 19.00 Uhr

Es diskutieren:

Stadtbaurätin Prof. Dr. (Univ. Florenz) Elisabeth Merk | Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Andrea Gebhard | mahl gebhard konzepte
Irene Burkhardt | BEM Landschaftsarchitekten
Susanna Walter & Leila Unland | Studio Stadt Region (in Vertretung von Prof. Agnes Förster)
Ulrike Bührlen | Isarlust e.V. & AK Isar des Münchner Forums e.V.
Moderation: Michael Ruhland | Autor

Datum | 30.6.2026 | 19.00 Uhr

Ort | Kulturstrand am Vater-Rhein-Brunnen (Schönwetter), Architekturgalerie | Blumenstraße 22 (Schlechtwetter)

Die Innenstadt Münchens verändert sich. Zeit, eine Zwischenbilanz zur „Rahmenplanung innerstädtischer Isarraum“ zu ziehen. Eingeladen haben wir sechs Frauen, die die Diskussion um den innerstädtischen Isarraum geprägt haben.

Die Rahmenplanung geht allmählich in die Umsetzung und das just, da sich eine neue Stadtregierung bildet. Ein spannender Moment für eine öffentliche Zwischenbilanz und Isar-Ideen für die Zukunft.

Im Gespräch sind beispielsweise eine (weitgehend) autofreie Isarpromenade am Westufer der Isar, ein Isar-Flussbad beim Deutschen Museum, Naturschutz am Ostufer der Isar, die Beziehung der umliegenden Kultureinrichtungen zueinander und zum öffentlichen Raum und vieles mehr.

Manches ist bereits realisiert, wie z.B. Sitztreppen zum Fluss am Deutschen Museum, ein behindertengerechter Zugang bei der Reichenbachbrücke zur Isar oder eine öffentliche Dachterrasse auf dem Deutschen Museum („Frau im Mond”). Und auch der Kulturstrand der urbanauten belebt den innerstädtischen Isarraum an der Ludwigsbrücke, wo sonst vor allem Verkehrslärm und Leere herrschen.

2013 wurde der Isarlust e.V. aus dem „AK Isar des Münchner Forums und der urbanauten” heraus gegründet. Der Verein formulierte zehn Ziele für den innerstädtischen Isarraum.

Angelehnt daran stellte der damalige Fraktionsvorsitzende der Grünen/Rosa Liste im Stadtrat und Isarlust-Vorstandsmitglied, Sigi Benker, mehrere Stadtratsanträge zum innerstädtischen Isarraum. Diese Anregungen wurden 2015 durch die Landeshauptstadt München mit der „Rahmenplanung innerstädtischer Isarraum“ und der dazugehörigen „Flussrunde“ aufgegriffen.

Hier tagten über 8 Jahre rund 35 Akteure zur Zukunft des innerstädtischen Isarraums, begleitet durch insgesamt drei Landschaftsarchitektur- und Stadtplanungsbüros.

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Ein voller Erfolg: Drei Demos für eine (weitgehend) #AutofreieIsar, konkret #AutofreieCorneliusbrücke vor dem neuen Haupteingang des Deutschen Museums an der Südspitze der Museumsinsel

Der Isarlust e.V., GREEN CITY e.V., der Bund Naturschutz Kreisgruppe München, der ADFC München, der FUSS e.V., das Münchner Forum e.V., die urbanauten, der Deine Isar e.V. und viele weitere Organisationen riefen mit auf zur Demonstration für die #AutofreieIsar, konkret die #AutofreieCorneliusbrücke. Es kamen Bürgermeisterin Katrin Habenschaden, Alt-Oberbürgermeister Christian Ude und viele andere Unterstützerinnen einer Verkehrswende mit schöneren öffentlichen Räumen in München. Zudem traten mit Dr. Will & The Wizards, Peter and the Lost Boys und dem Lost and Found Chor von St. Lukas an der Isar unter der Leitung von LIANN prominente Künstler*innen auf. 

Wir freuen uns über steuerabzugsfähige Spenden für die mitwirkenden
Künstler*innen bei den drei Demos für die #AutofreieIsar via PayPal.me/kulturlieferdienst, die über den gemeinnützigen Isarlust e.V. abgewickelt werden. Ein voller Erfolg: Drei Demos für eine (weitgehend) #AutofreieIsar, konkret #AutofreieCorneliusbrücke vor dem neuen Haupteingang des Deutschen Museums an der Südspitze der Museumsinsel weiterlesen

Diesen Fr-Sa-So | Drei Demos für eine #AutofreieCorneliusbrücke und #AutofreieIsar

Mit Bürgermeisterin Katrin Habenschaden (angefragt), Altoberbürgermeister Christian Ude, Benjamin David vom Isarlust e.V., Wolfgang Czisch vom Münchner Forum e.V.,  Paul Bickelbacher (Grünrosa Stadtratsfraktion), Andreas Schuster (SPD-Stadtratsfraktion, angefragt), Dr. Will & The Wizards, Lost and Found Chor anläßlich der Eröffnung/ des Bürgerfestes des Neuen Deutschen Museums.

Am Sonntag, 12.00 Uhr Erster Frühschoppen des Kulturstrand mit Isarindian & Bluesband Willy Michl mit Weißwürsteln, Wienern, Brezn und Bier. Diesen Fr-Sa-So | Drei Demos für eine #AutofreieCorneliusbrücke und #AutofreieIsar weiterlesen

Bürger*innen stellen kostengünstige Planung für ein schwimmendes Isarflussbad vor


Bürgerplanung für ein schwimmendes Isarflussbad. Wer die Bürger*innen bei der Konkretisierung ihres Entwurfes unterstützen will, kann das mit einer steuerabzugsfähigen Spenden an den gemeinnützigen Isarlust e.V. tun. Entwurf: Isarlust e.V. und Wasserbauingenieur Johannes Titze.

In einem offenen Brief hat sich der Isarlust e.V. am 2.6.2019 in Sachen Isarflussbad an die Stadtratsfraktionen gewendet, die am 26. Juni 2019 erneut über die Zukunft des Isarflussbads neben dem Deutschen Museum entscheiden werden. Dabei machen die Bürger*innen aus dem Isarlust e.V. gemeinsam mit dem Wasserbauingenieur Johannes Titze und dem größten Münchner Breitensportverein MTV München von 1879 e.V. selbst einen Vorschlag, wie sich ein Isarflussbad kostengünstig und zügig realisieren lässt:

„Sehr geehrte Fraktionsvorsitzende, sehr geehrte Mitglieder der Stadtratsfraktionen,

die Planungen und Ergebnisse zum Isarflussbad haben wir intensiv erfolgt. Ein Isarflussbad wäre unseres Erachtens eine enorme Bereicherung für die Landeshauptstadt München, da dadurch eine weitere Naherholungs- und Sportmöglichkeit für die Münchnerinnen und Münchnern entstehen würde – in einem Flussabschnitt neben dem Deutschen Museum, der seit Jahrzehnten für die Münchner*innen nicht zugänglich ist und in dem die ökologische Korridorfunktion unwiderbringlich unterbrochen ist durch die Wehranlagen flussabwärts.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich ein paar Minuten Zeit nehmen, unseren deutlich kostengünstigeren Vorschlag zur Errichtung eines Fußbades anzuschauen.

Grundsätzlichen teilen wir die Bedenken mancher, dass die vom Baureferat gutachterlich ermittelten Lösungen für 16-36 Millionen Euro recht teuer ausfallen. Wir haben von einer Fachfirma ein alternatives Konzept entwickeln lassen, welches nicht aus festen, sondern aus schwimmenden Einbauten besteht. Der Vorteil besteht darin, dass diese Einbauten das ganze Jahr und bei jedem Wasserstand in der Isar bleiben können, da sich die Einbauten dem Wasserstand anpassen. Den aktuellen Stand unserer Überlegungen für ein deutlich kostengünstigeres “schwimmendes Isarflussbad” im Bereich zwischen der Reichenbachbrücke im Süden und etwas nördlich der Ludwigsbrücke finden Sie in der Anlage zu diesem Schreiben.

Wir möchten anregen, dass der Stadtrat in einem Änderungsantrag die Variante “fester Einbau” verwirft und das RGU bittet, mit dem Haushaltsansatz für das zweite Gutachten („vertiefende Untersuchung“) stattdessen die Bildung eines Konsortiums aus Isarlust e.V., dem Wasserbauingenieur Johannes Titze und dem größten Münchner Breitensportverein MTV München von 1879 e.V. zu ermöglichen. Wir freuen uns, wenn hier auch das RGU im Benehmen mit weiteren Referaten mitwirkt. Wir gehen nach einer ersten Kostenschätzung in der einfachsten Variante von reinen Errichtungskosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro aus. Geplant ist dabei zunächst eine Einstiegs- und eine Ausstiegsinsel. Hinzu kommen Gutachten-, Planungs-, Bauüberwachungs-, Wartungs- und Betriebskosten.

Sollte das Isarflussbad auf große Begeisterung und hohe Nachfrage stoßen, wie z.B. die Flussbäder in Zürich oder die Hafenbäder in Kopenhagen, kann es modular mit der Nachfrage ausgebaut werden. Zudem gehen wir von einer Nutzbarkeit in allen 12 Monaten des Jahres aus (außer bei Hochwasser). Viele Münchner*innen, die gern surfen, haben ohnehin eine Neoprenanzug, weitere werden hinzukommen. Sauna- und Dampfbadanlagen, wären, wie auch Kinderbecken an Land, eine gute Ergänzung. Ein weiterer Vorteil einer schwimmenden und damit mobilen Lösung: bei Baustellen im derzeit avisierten Bereich, kann das Isarflussbad kurzfristig umziehen.

Weiterhin bitten wir den Stadtrat in nächster Zeit zu klären, ob die Nutzung des Isarflussbades für die Münchner*innen kostenlos (Finanzierung der Betriebs- und Wartungskosten aus Haushaltsmitteln) sein soll oder ob einer möglichen Betreibergesellschaft die Möglichkeit gegeben werden soll Eintritt zu erheben (eine Orientierung an den Eintrittspreisen der SWM-Bäder wäre z.B. denkbar).

Freundliche Grüße auch von Wasserbauingenieur Johannes Titze und Veit Hesse, Geschäftsführer des MTV München von 1879 e.V.,

Ihr Benjamin David
Isarlust e.V.“

Hier findet sich das Konzept „River Islands“ des Wasserbauingenieurs Johannes Titze zum Download als *.pdf. Bereits 2015 hatte der Isarlust e.V. in einem selbst organisierten und finanzierten Fachworkshop die generelle Machbarkeit eines Isarflussbades u.a. mit Experten aus Zürich, Kopenhagen, New York und Berlin und Stadtrats- und Bezirksausschussmitgliedern festgellt. Hier können Sie die Dokumentation internationaler Fachworkshop „Ein Isarflussbad für München?! 2015“ einsehen und ebendalls al *.pdf herunterladen.

Jeder der sich ein Bild von der geeigneten Strecke für ein Isarflussbad neben dem Deutschen Museum in der großen Isar  machen will, kann dies zum Beispiel in diesem Videobericht der BBC über den schwimmenden Arbeitsweg des Isarlust-Vorsitzenden Benjamin David von der Wittelsbacherbrücke zum Kulturstrand an der Ludwigsbrücke tun.

Jetzt kommt das „Isarflussbad“

Große Freude beim Isarlust e.V., den urbanauten und ihrem Partner MTV München von 1879 e.V. über den gestrigen Beschluss der Stadtratsvollversammlung zum „Isarflussbad“. Erste wichtige Fragen zur Zukunft des Projektes beantworten die Akteure in dieser Pressemitteilung und zeigen sich dankbar, dass Stadtpolitik wie Stadt- und Landesverwaltung in nur 2 Jahren die Machbarkeit klären konnten, obwohl eine komplexe Aufgabe zu bearbeiten war.

> > > Jetzt den gemeinnützigen Isarlust e.V. bei seiner Arbeit für das Isarflussbad mit einer steuerabzugsfähigen Spende oder Mitgliedschaft unterstützen oder einen Wickelfisch erstehen < < <

Auch freut man sich über die große Unterstützung von Bürgermeister Josef Schmid, Oberbürgermeister Dieter Reiter, vielen Stadträten und vielen Akteuren aus Stadt- und Landesverwaltung. Am Montag, 30.7.2018, 18.00 – 20.00 Uhr laden Isarlust e.V. und die urbanauten zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion mit Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Naturschutz und Bürgern an den Kulturstrand. Medienvertreter sind herzlich willkommen.

Der Isarlust e.V. und die urbanauten erlauben sich als Initiatioren des „Isarflussbades“, das ja inzwischen zu unserer Begeisterung viele weitere „Mütter“ und „Väter“ hat, einige Anmerkungen insbesondere zu Kosten, Betreibermodel und dem weiteren Verfahren zu machen.

Gibt es überhaupt Menschen, die in einem „Isarflussbad“ schwimmen wollen?

In Zürich nutzen jedes Jahr 100.000e Menschen die Flussbäder, bei weitgehend – es gibt auch Unterschiede – vergleichbaren Wassertemperaturen, Fließgeschwindigkeiten, Hochwassergefahren, Wetterbedingungen – und das 365 Tage im Jahr. In Kopenhagen werden Hafenbäder von 100.000en von Menschen jährlich genutzt und das obwohl das Wasser dort teils noch deutlich kälter ist – ebenfalls 365 Tage im Jahr. Man nutzt ggfs. Neopren – und – es gibt teilweise am Ufer Saunen (vgl. auch Badeschiff Berlin bzw. im Winter Saunaschiff Berlin).

Wird durch das „Isarflussbad“ jemanden „etwas weggenommen“?

Es geht beim Isarflussbad darum die Isar in diesem seit 1869 nicht zugänglichen und aufgestauten Flussabschnitt überhaupt wieder für Menschen zugänglich zu machen – übrigens unter Berücksichtigung der Fischökologie, wie es auch der Bund Naturschutz Kreisgruppe München wenn dann hier für möglich hält, da die Isar in diesem Bereich ohnehin aufgestaut ist und die „ökologische Korridorfunktion“ unwiederbringlich weitgehend unterbrochen ist (Wehr VI und Wehr VII aber auch Verkehrslärm). Warum? Würden die Wehre abgebaut (theoretisch denkbar) würde der Eisbach kein Wasser mehr bekommen (der über einen Kanal unter der Lukaskirche gespeißt wird) und das Praterkraftwerk könnte keinen Strom mehr generieren.

Ersteres wäre wohl keine gute Idee sowohl für Surfer wie auch für Badende im Eisbach im Englischen Garten, zweiteres wäre überhaupt nicht möglich, da hier langfristige wasserrechtliche Verträge zwischen der Praterkraftwerk Gmbh (70 % SWM, 30% Green City AG) und der öffentlichen Hand bestehen. Eine „Renaturierung“ der Ufermauern, wie man sie z.B. vom Flaucher kennt, ist statisch nicht möglich, auch Städtebau, Denkmalschutz und beengte innerstädtische Raumverhältnisse stehen dieser – an sich vielleicht wünschenswerten – Idee entgegen, wie auch die gerade erst in Ertüchtigung befindliche Standsicherheit des Deutschen Museums bzw. seiner Ufermauern.

Es geht vielmehr um einen „neuen“ öffentlichen Raum, vergleichbar einem kommunalen Schwimmbad (aber mit anderen „Regeln“, da es sich um ein Naturbad handelt) bisher ohne Zugang, mitten in einer Stadt, die jährlich um 20-30.000 Menschen wächst, in einer Region, die jährlich um 40-60.000 Menschen wächst. Bestehende Schwimmbäder aber auch die südliche renaturierte Isar und der Englische Garten laufen sprichwörtlich über. Übrigens mit bester öffentlicher Anbindung, da direkt am Isartor/ Deutsches Museum. Zudem ist das Isarflussbad von den Initiatoren und nun auch von der LH München im Bereich zw. Deutschen Museum und den Patentämtern angedacht, so dass KEINE AnwohnerInnen betroffen wären!

Kostet ein „Isarflussbad“ wirklich soviel?

A. Einrichtungskosten

Die Kostenschätzungen des Gutachters der LHM liegen bei 9 – 34 Mio €. Die inoffiziellen Kostenschätzung eines Wasserbauingenieurs, der den Isarlust e.V. ehrenamtlich unterstützt, liegen bei 1,0 – 5,3 Mio €. Hintergrund: Stadtgutachter plant feste Einbauten ins Hochwasserbett, Isarlust e.V. und unterstützender Ingenieur schlagen eine schwimmende Lösung auf Floßen/ Pontons vor. Bei prognostiziertem extremem Hochwasser (vermutlich „HQ10“, ca. alle 10 Jahre) werden die Floße vom THW aus dem Fluss gehoben oder hochgeklappt bevor das Hochwasser kommt. Vorwarnzeit sind hierfür ausreichende 8 Stunden vom Sylvensteinspeicher nach München.

Zum Finanzbedarf: der Isarlust e.V. geht davon aus, dass 1-2 Mio € für die Investitionskosten per Crowdfunding von Bürgern, per Spenden, über Umwelt- und Sportstiftungen aber auch über Förderprogramme von Bund und Land eingeworben werden können (vgl. Flussbad Berlin, +Pool New York). Möglicherweise sind die Einrichtungskosten also sogar komplett ohne öffentliche Mittel zu leisten, wenn sich die unteren Kostenprognosen des Isarlust e.V. realisieren lassen.

„Schlimmstenfalls“ kommen laut Überlegungen des Isarlust e.V. – Stand heute – 0 € – 3,3 Mio € auf die öffentliche Hand zu, für ein Isarflussbad das fünfzig bis hundert Mal so groß ist wie das Becken des Schyrenbades (650 – 1,2 km Länge) und das von allen MünchnerInnen nach Vorstellung des Isarlust e.V. (vgl. Badis in Züich und Hafenbäder z.B. in Kopenhagen) genutzt werden kann – auch Kindern, Familien und älteren oder behinderten Menschen, die in Spezialbecken (vgl. Konstruktionsprinzip des „Tauchsieders“), baden. Möglicherweise könnten aber zB auch Baby- und Kinderbecken am Ufer entstehen.

B. Betriebskosten

Zu den jährl. Betriebskosten: wie an vielen Badeseen, Flussbädern oder Meeresstränden, schlägt der Isarlust e.V. ehrenamtliche BademeisterInnen (evtl. auch mit Aufwandsentschädigung) vor, die von Profis geführt werden. Vorbild sind Wasserwacht, DLRG, THW oder auch große Breitensportvereine, die sowohl mit Haupt- wie Ehrenamtlichen arbeiten. Die Kosten hierfür, zu denen dann möglicherweise auch noch Versicherungskostem kommen, können noch nicht definiert werden. Hierfür sind die Planungen noch zu unkonkret.

Wird durch ein „Isarflussbad“ ein Isarabschnitt „privatisiert“, „kommerzialisiert“ oder „eventisiert“? Ist das Flussbad ein „Luxusprojekt“? Ist das Bad nur für Menschen, die teuren Eintritt sich leisten wollen und können?

Klares Nein. Der Eintritt sollte sich – wenn es nach dem Isarlust e.V. geht – höchsten an den SWM-Bädern orientieren (z.B. Einzelkarte Erwachsener 4,60 €, ermässigt 3,20 €, Kinder, Schwerbehinderte und Ermässigte frei, Monatskarte für Berechtigte 44,00 €). So ließen sich Investitions- und Betriebskosten (nach heutiger Kostenschätzung) zumindest in erheblichen Teilen refinanzieren. Alternativ könnte der Zugang kostenlos sein, wenn die LH München oder wg. der möglichen überregionalen Bedeutung auch der Freistaat Bayern diese Kosten trägt, wie es in anderen Bereichen auch der Fall ist. Generell wäre das, um den langjährigen Unterstützer des Projektes Bürgermeister Josef Schmid zu zitiieren, eine schöne Sache.

Wie hängen das zivilgesellschaftliche und das städtische „Isarflussbad“ zusammen?

Bisher nicht. Außer, dass Isarlust e.V. und die urbanauten mehrere Stadträte und BM Schmid bei Ihrem Fachworkshop und Podiumsdiskussion am 10.5.2015 im DAV-Museum und am Kulturstrand (Link zur Dokumentation) dazu angeregt haben, einen Antrag zum Isarflussbad im Münchner Stadtrat für eine Machbarkeitsstudie für ein Isarflussbad zu stellen und das Bürgermeister Josef Schmid immer wieder die Schirmherrschaft der von RGU, BAU, Wasserwirtschaftsamt und anderen Verwaltungen genehmigten „Big Jump“ Aktionen des Isarlust e.V. und der urbanauten übernommen hat, gab es bisher keine Zusammarbeit.
So wurde auch nicht die vom Isarlust e.V. und den urbanauten vorgeschlagene Realisierungsvariante vom städtischen Gutachter mitgeprüft. Das soll sich nun ändern.

Aus Sicht des Isarlust e.V. und der urbanauten ist es sinnvoll, dass Projekt „Isarflussbad“ ab jetzt von vorherein in den weiteren Stufen als ein kooperatives Projekt zwischen zivilgesellschaftlichen Akteuren, der LH München und dem Land Bayern anzupacken. Der Kreis bleibt hier auf auf zivilgesellschaftlicher Seite offen für weitere interessierte Partner. Die generelle Machbarkeit ist fachlich erwiesen durch das Gutachten des Wiener Büros Werner Consult. Beim Isarlust e.V. beginnt man im Herbst mit der Ausbildung von Rettungsschwimmern, Wasserrettern und Strömungsrettern, die den Betrieb gewährleisten können. Hier arbeitet man eng mit Münchens größtem Breitensportverein MTV München von 1879 zusammen, dessen 340 TrainerInnen zu erheblichen Teilen den „Rettungsschwimmer“ bereits haben. Benjamin David und die Teams bei Isarlust e.V. und den urbanauten beginnen teils selbst im Herbst mit der Ausbildung zum Rettungsschwimmer und später auch Wasserretter. Mit der Green City AG gab und gibt es erste vielversprechende Kooperationen und Gespräche insbesondere im Bereich Crowdfunding/ Crowdinvest aber auch was den Zusammenhang mit dem Praterkraftwerk betrifft.

Welches innerstädtische Flussbad wird zuerst fertig? Das in München oder das in Berlin?

Die Vorstände Tim Bastian Edler vom Flussbad Berlin e.V. und Benjamin David vom Isarlust e.V. haben mit ihren Teams einen spielerisch-sportlichen „Wettbewerb“ vereinbart, wer als erstes das Flussbad in der jeweiligen Stadt gemeinsam mit der öffentlichen Hand eröffnen kann? München hat hier beste Voraussetzungen, da das Isarwasser nicht mehr gereinigt werden muss. Allerdings konnten die Berliner bereits rund 4 Mio € für Ihr Projekt beim Bundesförderprogramm „Nachhaltige Stadtentwicklungspolitik“ einwerben. Da das Flussbad in München aber – aller Voraussicht nach deutlich billiger kommen wird – würden Isarlust e.V. und urbanauten mittlerweile von einem „Gleichstand“ sprechen. Gut, und Zürich hat seine sechs Flussbäder natürlich nie geschlossen, sondern betreibt sie seit über 100 Jahren. Patrick Müller, der dortige Chef der Fluss- und Schwimmbäder liegt also deutlich vorn.

Bei der Gelegenheit möchten wir Sie und Euch erneut zu unserer Podiumsdiskussion am kommenden Montag, 30.7.2018, vom 18-20 Uhr an den Kulturstrand München am Vater-Rhein-Brücke, Ludwigsbrücke, einladen.

Kommt jetzt das “Isarflussbad”?

Podiumsdiskussion mit:

Prof. Dr. Hans Theiss | In Vertretung von Bürgermeister Josef Schmid

Stephanie Jacobs | Umweltreferentin der LH München

Prof. Dr.-Ing. Silke Langenberg | Hochschule München

Kristina Frank | Stadträtin | CSU-Fraktion

Christian Müller | Stadtrat | SPD-Fraktion

Dr. Florian Roth | Stadtrat | Fraktion Bündnis90/ Die Grünen – rosa liste

Thomas Ranft | Stadtrat | Fraktion FDP-Hut

Dr. Thorsten Kellermann | Bund Naturschutz KG München e.V.

Benjamin David | Isarlust e.V. | die urbanauten

Moderation: Michael Ruhland | Isarlust e.V.

Zeit | 30.7.2018 | 18.00 – 20.00 Uhr
Ort | Kulturstrand, Auf der Insel, Ludwigsbrücke
Wir empfehlen mit Fahrrad, Fuss, S-Bahn oder Tram zu kommen. Wer schwimmt: bitte das Badeverbot beachten und direkt hinter der Ludwigsbrücke die kleine Leiter auf der rechten Seite verwenden.

Zürich hat sie. Kopenhagen hat sie. Paris hat sie. Berlin und New York  bekommen sie. Flussbäder! Rund ums Jahr. Trotz Hochwassergefahren und Wassertemperaturen. Nur in München ist das Schwimmen und Baden in der Isar noch verboten. Und das obwohl eine vom Isarlust e.V. angeregte Machbarkeitsstudie im Auftrag der LH München zeigt, dass ein Isarflussbad zwischen Deutschem Museum und den Patentämtern möglich wäre. Heute diskutiert der Umweltausschuss des Münchner Stadtrats über das Projekt. Am 25.7.2018 trifft die Vollversammlung des Münchner Stadtrats die letzte Entscheidung. Kommt jetzt das Isarflussbad? Wir diskutieren am 30.7.2018 mit den Münchnerinnen und Münchnern und den Entscheidern.

Umweltausschuss stimmt der vertiefenden Untersuchung eines Isarflussbades zu

Nicht unähnlich dem, was in München bald kommen könnte: das Flussbad Unterer Letten, Zürich

Und wieder ist das Isarflussbad einen Schritt weiter auf dem Weg zu seiner Realisierung. Am heutigen 10. Juli 2018 stimmt der Umweltausschuss des Stadtrats der „vertiefenden Untersuchung“ eines Flussbades in der Isar zu zur großen Freude des Isarlust e.V. Umweltreferentin Stephanie Jacobs begreift die rege Diskussion im Umweltausschuss als „Aufforderung, die weiteren Fragen zu klären“ und betont: „Es lohnt sich auf alle Fälle, dass wir den nächsten Schritt gehen“.

Zu Beginn der Sitzung hatte Jacobs die Ergebnisse der im Juli 2016 in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie vorgestellt, die ein Flussbad in der „großen Isar“ zwischen Corneliusbrücke und Vater-Rhein-Brunnen als technisch grundsätzlich möglich erweist.

Während die SPD im heutigen Ausschuss eine weitere Untersuchung vor allem aufgrund der von den Gutachtern als sehr hoch eingeschätzen Baukosten von ca. 10-36 Mio Euro ablehnte,  betonte Sabine Krieger (DIE GRÜNEN – rosa liste) die naturschutzrechliche Verträglichkeit im geplanten Flussabschnitt und stellte zur Aussicht, dass in der Auseinandersetzung mit anderen Flussbad-Betreibern und unter Einbezug der Initiatoren und der Bürgerschaft durchaus kostengünstigere Varianten möglich sein sollten. Nachdem Tobias Ruff (ÖDP) auf die Gefahren eventueller Einbauten im Wasser für SchwimmerInnen einging und eine unsaubere Ausarbeitung der spezifischen Varianten in puncto Wasserqualität und -temperatur bemängelte, entgegnete Hans Theiss (CSU), dass man jede Idee zerreden könne, wenn man sich nur genügend Horrorszenarien ausmale. Wolfgang Heubisch (FDP) äußerte seine Begeisterung für die Flussbad-Idee und befürwortete eine weitere Untersuchung allerdings nur über Gesamtkosten in der Größenordnung von ca. 5 Mio Euro. Sabine Nallinger (DIE GRÜNEN) gab zu bedenken, dass schon viele Projekte im Stadtrat aufgrund hoher Kosten „gekillt“ worden seien und betonte die Notwendigkeit  neuer Infrastruktur in einer wachsenden Stadt wie München, die nun einmal koste, aber andererseits auch durch alternative Finanzierungsmöglichkeiten wie z.B. Crowdfunding geringer gehalten werden könnten.

Josef Schmid, Bürgermeister und Leiter des Umweltausschusses, resümierte schließlich: „Es gibt Fragen, grade in Hinblick auf Finanzierbarkeit und die rechtliche Situation, aber genau diese wollen wir in weiteren Untersuchungen konkretisieren“. So entschied der Umweltausschuss mehrheitlich für eine vertiefende Untersuchung und Vorplanung eines Isarflussbades nach Variante 2 der Machbarkeitsstudie. Wenn diese Entscheidung in der Vollversammlung des Stadtrats am 25.7.2018 bestätigt wird, dann wird das Flussbad wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen…

Der Isarlust e.V. freut sich zudem besonders über den von der CSU gestellen, von DIE GRÜNEN – rosa liste mitgetragenen und schließlich vom Umweltausschuss bewilligten Änderungsantrag, der die InitiatorInnen und die BürgerInnen vor Ort im Zuge der Vorplanung eines Isarflussbades enger miteinbeziehen will.

Die technisch mögliche Variante 2 (Abbildung in Anlehnung an: Machbarkeitsstudie Isarflussbad – Werner Consult | Beitl – Richter – Wallmann)

Hier die Presseberichte vom 23.06.2018 zur Machbarkeitsstudie Isarflussbad:

„Alles klar für’s Bad in der Isar“ (BILD)

„Das macht die Umsetzung des Isar-Flussbades so kompliziert“ (SZ)

„Freuen uns wie Schnitzel. Isarflussbad ist möglich“ (az)

„Hier soll an der Isar ein Schwimmbad entstehen. Baukosten aber verblüffen“ (tz)

Schon im Mai 2016 stellte der Isarlust e.V. (Benjamin David und Sina Weber) außerdem zusammen mit Klaus Bäumer (Münchner Forum e.V.), den beiden SchauspielerInnen Kathrin-Anna Stahl und Anton Leiss-Huber bei einem Testschwimmen-Happening die generelle Machbarkeit eins Isarflussbades zwischen Dt. Museum und den Patentämtern unter Beweis.