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Offener Brief an die Stadtfraktionen zum Kunsthappening #AutofreieIsar

Am 18.7.2019 hat der Isarlust e.V. einen Forderungskatalog an den OB und die Fraktionsvorsitzenden im Münchner Stadtrat verschickt mit der Bitte zügig Beschlüsse zum thema (weitgehend) #AutofreieIsar zu beschließen. Infos zum Kunsthappening #AutofreieIsar am Sonntag, 21.7.2019, 14.45-15.45 Uhr finden sich hier. Wir freuen uns, wenn Sie und Ihr uns zum Mobilisieren mit der Facebook-Veranstaltung #AutofreieIsar helft.

„Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Fraktionsvorsitzende, sehr geehrte Mitglieder der Stadtratsfraktionen,
lieber Alexander, liebe Verena, lieber Manuel, liebe Frau Menges, liebe Katrin, lieber Florian, lieber Dominik, lieber Michael,

gerne laden wir Sie und Euch auch zum Kunsthappening für die #AutofreieIsar diesen Sonntag, 21.7.2019, 14.45 – 15.45 Uhr auf die Ludwigsbrücke, zu dem ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aufruft. Mehr Informationen gibt es hier.

Danke für den mutigen Schritt die Ludwigsbrücke künftig nur einspurig pro Richtung für PKW einzurichten.

Wir sind der Meinung der Stadtrat sollte weiter gehen in Zeiten von spürbarem Klimawandel und den #FridayforFuture-Protesten einer jungen Generation und schicken Ihnen und Euch hiermit konkrete Vorschläge des Isarlust e.V. zum Thema (weitgehend) #AutofreieIsar, die wir den Stadtrat bitten am 24.7.2019 zu beschließen (hierzu bitten wir auch den angehängten Plan zur Kenntnis zu nehmen):

1. Ludwigsbrücke komplett für Fußgänger und Radler öffnen und für PKW schließen und wieder als öffentlichen, begrünten Stadtplatz an der Isar im Herzen von 861 Jahren Münchner Stadtgeschichte gestalten. Vorbild: Karlsbrücke in Prag. Durchgangsverkehre mit Quelle und Ziel außerhalb des Mittleren Rings werden eingeladen künftig über den zu diesem Zwecke mit drei Autotunnels ertüchtigten Mittleren Ring zu fahren.

2. Die Achse zwischen Gasteig und Isartor (weitgehend) autofrei und als Boulevard für die Menschen gestalten.

3. Reichenbachbrücke, Wittelsbacherbrücke und Maximiliansbrücke werden einspurig für Autos. Dafür entsteht mehr Platz für Fußgänger, Radler und Aufenthalt. Möglicherweise kann hier kurzfristig an Wochenenden auch über temporäre Lösungen nachgedacht werden, da es bei schönem Wetter insb. auf der Wittelsbacherbrücke und Reichenbachbrücke zu erheblichen Konflikten zwischen den Verkehrsteilnehmern auf dem mittlerweile iel zu engen Fuss- und Radweg kommt. Ehem. Braunauer Eisenbahnbrücke und Zuwegungen (vgl. Highline Park in New York) als neue Fußgängerverbindung öffnen. Klenzesteg realisieren.

4. Isarparallele (Ifflandstraße, Widenmayerstraße, Steinsdorfstraße, Erhardtstraße, Wittelsbacherstraße, Isartalstraße, Schäftlarnstraße) werden für den Durchgangsverkehr und vermeidbare Autofahrten geschlossen und sind nur noch für Anwohner*innen- und Anlieger, Rettungsdienste und Schwerbehinderte, Busse und Trams und andere unvermeidbare Fahrten mit Quelle oder Ziel innerhalb des Mittleren Rings je einspurig pro Richtung befahrbar. An einer Stelle soll die Durchfahrt gänzlich unterbrochen werden, so dass eine Durchfahrt für Durchgangsverkehr von Norden nach Süden bzw. umgekehrt unmöglich ist. So entstehen riesige Flächenvorräte (jeweils 2-6 Autospuren plus Straßenbegleitflächen können wegfallen), die öffentlicher Raum, Naturraum oder auch breitere Fuß- und Radwege werden können.

5. Auf der Ifflandstraße zw. Lehel und Mittlerem Ring im Norden, dem einzigen Stück „autogerechte Stadt“, dass in München realisiert wurde, bevor die Bürger*innen 1969 mit massiven Protesten die geplante Isarautobahn (kreuzungsfrei, 8-10 spurig, Fällung aller Bäume am Westufer der Isar) stoppen konnten, wird zudem geprüft, ob hunderte bezahlbare Wohnungen auf städtischen Grundstücken möglich werden, realisiert von Genossenschaften und/ oder städtischen Wohnungsbauunternehmen. Zeitgleich könnte auch der Englische Garten und die Isar städtebaulich und landschaftsgärtnerisch wieder miteinander verbunden. Ein vergleichbares Vorgehen ist im Süden des Isarboulevards auf der Schäftlarnstraße denkbar.

6. In den isaranliegenden Vierteln links UND rechts der Isar, werden „Stichfußgängerboulevards“ an die Isar umgesetzt, so dass alle Isaranrainer profitieren. Mögliche Schleichverkehre mit dem PKW durch die Stadtviertel links UND rechts der Isar werden durch die Einrichtung von Anwohner- und Anliegerfurten über diese „Stichfußgängerboulevards“ – ggfs. technisch mit versenkbaren Pollern umgesetzt – verhindert.

7. Zufahrten zu bestehenden Parkeinrichtungen für die Anwohner*innen an der Isarparallele und den Stichfußgängerboulevards sollen als Fuhrten weiter mit dem PKW zufahrbar bleiben.

Ihr Benjamin David bzw. Euer Ben
Vorsitzender Isarlust e.V.

Kopie an:
Kommunalreferentin Kristina Frank
Thomas Lechner“

Kunsthappening für die #AutofreieIsar am 21.7.2019 | 14.45 – 15.45 Uhr | Ludwigsbrücke


>>> Ihr wollt uns beim Mobilisieren helfen? Dann teilt die Facebook-Veranstaltung oder ladet ein paar FB-Freunde direkt auf die FB-Veranstaltung #AutofreieIsar ein <<<
 
 
Mit indischen Holifarben machen wir am 21.7.2019 kurz vor der sehr wichtigen Stadtratsenscheidung am 24.7.2019 bei diesem „Kunsthappening bzw. Demonstration für die (weitgehend) #AutofreieIsar“ alle Autospuren auf der Münchner Ludwigsbrücke bunt, flanieren auf diesen symbolisch und medienwirksam hin- und her und fordern sie als öffentliche Räume, Rad- und Fusswege und/ oder Grün- und Naturräume zurück. Die Aktion wird von einer Drohne aus der Luft fotographiert und es entsteht ein Film. Hinweis: die ursprünglich geplanten Sternfußmärsche sind nach Rücksprache mit dem KVR im Einvernehmen auf eine der beiden mittleren Oktoberwochenenden verschoben.
 
Ablauf am Sonntag, 21.7.2019
 
14.00 Uhr|Treffen der Ordner (Flatterband) an der mobilen
Litfaßsäule in der Mitte der Brücke
 
14.30 Uhr | Montage Flatterband rund um die Autospuren an den Straßenlaternen
 
14.30 Uhr | Treffen der Helfer (Holifarben) an der mobilen Litfaßsäule in der Mitte der Brücke => jeder über 16 Jahren kann mitmachen; Astmatikern wird empfohlen sich im Hintergrund zu halten. Anmeldung gerne vor ab unter benjamin.david@isarlust.org oder spätestens vor Ort
 
15.00 Uhr | Aufbringen der Holifarben auf den Autospuren der Ludwigsbrücke
 
15.15 Uhr | Öffnung des Farbteppichs zum symbolischen Flanieren => Alle, auch Kinder und Jugendliche, können hier mitmachen
 
15.45 Uhr | Ende des Kunsthappenings | Im Anschluss Möglichkeit für Gespräche am Kulturstrand oder gemeinsamer Spaziergang zur Munich for Future Demo am Odeonsplatz
 
Von 15.15 – 15.45 Uhr kann jede*r Bürger*in über die bunte autofreie Brücke flanieren. Das „Ausbringen der Holifarben auf den Autospuren“ kann auf Wunsch der Behörden nur im Rahmen einer „szenischen Vorführung“ in einem von Flatterband umgegebenen Bereich von Personen über 16 Jahren vorgenommen werden. Wer hier mitmachen will (ab 14.30 Uhr solltet Ihr vor Ort sein) schickt eine PN an Benjamin David oder eine E-Mail an benjamin.david@isarlust.org. Vor Ort wird die Farbe dann an der mobilen Litfasssäule am Eingang des Kulturstrandes ausgegeben. Die Farben werden nur aus 20-40 cm Höhe auf die Autospuren geschüttet und dann mit den Füßen verschmiert, so dass es zu KEINER Staubentwicklung wie bei Holifestivals kommen sollte. Vorsichtshalber empfehlen wir staubempfindlichen Astmatikern jedoch sich etwas im Hintergrund zu halten während die Farbe ausgebracht wird bzw. bitten Eltern bei Ihren Kindern hierrauf zu achten.
 
Symbolisch steht diese Aktion dafür, dass ein breites Bündnis von über 50 Organisationen die 4,5 Kilometer Isarparallele zwisch Mittlerem Ring im Norden und Mittlerem Ring im Süden kurzfristig (weitgehend) autofrei gestaltet sehen will. Gerade hier am Fluss können so wichtige und wundervolle neue öffentliche Räume, Grün- und Naturräume und neue/ breitere Fuß- und Radwege geschaffen werden, für eine Stadt, die jährlich um 20-30.000 Menschen wächst und deren Bürger*innen die Verkehrswende wollen. Zudem soll es Stichfußgängerboulevards in die Stadtviertel geben.
 
Am 24.7.2019 wird der Münchner Stadtrat in der letzten Vollversammlung vor den Sommerferien erneut über zahlreiche Verkehrs- und öffentlicher Raum-Themen rund um den Innerstädtischen Isarraum abstimmen. Wir freuen uns über unserem Erfolg, dass auf der Ludwigsbrücke nun zwei Autospuren zu Gunsten Fuß- und Fahrrad umgewidmet werden, wollen aber dass die Stadtpolitik noch deutlich weitergeht. Auch auf den anderen Brücken fordern wir die Umverteilung von Flächen zu Gunsten des Umweltverbundes. 80% des bisherigen Straßenquerschnitts der 4,5 km Isarparallele soll öffentlicher Raum, Grün- oder Naturraum oder Fuß und Radweg werden. Kurzfristig, denn die Finanzmittel im Stadtsäckl sind da.
 
Ulrike Bührlen & Benjamin David | Isarlust e.V., die urbanauten, Kulturstrand
 
mit
 
Andreas Schuster & Ramon Arndt | GREEN CITY e.V.
 
Klaus Bäumler, Detlev Sträter & Wolfgang Czisch | Münchner Forum e.V.
 
Karl Klühspieß | Münchner Bauforum e.V.
 
Thorsten Kellermann | Bund Naturschutz Kreisgruppe München
 
Helmut Gottschling | St. Lukas
 
Rainer Schießler & Stefan Alof | St. Max
 
Audrey Nickel | Bürgerinitiative Gärtnerplatz
 
Sandra Zistl & Vica Halt | Bürgerinitiative Baldeplatz
 
Melly Kieweg | Bürgerinitiative Hans-Mielich-Platz
 
Andreas Baier, Beppo Brem, Sebastian Weisenburger, Bernd Schreyer | Grüne München
 
Karl Stankiewitz | Journalist
 
Stephanie von Poser | Schauspielerin
 
Günter Hofner | Transpedal
 
Jan Erdmann | BA Sendling
 
Sebastian Weisenburger | BA Untergiesing-Harlaching
 
Andreas Klose | BA Isarvorstadt-Ludwigsvorstadt
 
Angelika Pilz-Straße | BA Bogenhausen
 
Uli Martini | BA Haidhausen
 
Thomas Pampuch | Mitinitiator des Corso Leopold
 

und viele mehr…

PS: Die „indischen“ Holifarben werden übrigens von unserem Partner „mach dich bunt“ in Deutschland hergestellt, sind komplett aus biologischem Anbau + Lebensmittelfarben und in Tütchen aus sogenannen „Biopolymeren“ verpackt. Sie sind kompostierbar, abwaschbar und als Kosmetikartikel zertifiziert. Astmatiker sollten sich im Hintergrundhalten, da es ggfs. zu Staubbildung kommen kann. Allerdings ist dies bei diesem Happening NICHT vorgesehen (Farbe wird aus 20-40 cm Höhe auf die Straße gekippt und dort mit den Füßen verschmiert).

Bürger*innen stellen kostengünstige Planung für ein schwimmendes Isarflussbad vor


Bürgerplanung für ein schwimmendes Isarflussbad. Wer die Bürger*innen bei der Konkretisierung ihres Entwurfes unterstützen will, kann das mit einer steuerabzugsfähigen Spenden an den gemeinnützigen Isarlust e.V. tun. Entwurf: Isarlust e.V. und Wasserbauingenieur Johannes Titze.

In einem offenen Brief hat sich der Isarlust e.V. am 2.6.2019 in Sachen Isarflussbad an die Stadtratsfraktionen gewendet, die am 26. Juni 2019 erneut über die Zukunft des Isarflussbads neben dem Deutschen Museum entscheiden werden. Dabei machen die Bürger*innen aus dem Isarlust e.V. gemeinsam mit dem Wasserbauingenieur Johannes Titze und dem größten Münchner Breitensportverein MTV München von 1879 e.V. selbst einen Vorschlag, wie sich ein Isarflussbad kostengünstig und zügig realisieren lässt:

„Sehr geehrte Fraktionsvorsitzende, sehr geehrte Mitglieder der Stadtratsfraktionen,

die Planungen und Ergebnisse zum Isarflussbad haben wir intensiv erfolgt. Ein Isarflussbad wäre unseres Erachtens eine enorme Bereicherung für die Landeshauptstadt München, da dadurch eine weitere Naherholungs- und Sportmöglichkeit für die Münchnerinnen und Münchnern entstehen würde – in einem Flussabschnitt neben dem Deutschen Museum, der seit Jahrzehnten für die Münchner*innen nicht zugänglich ist und in dem die ökologische Korridorfunktion unwiderbringlich unterbrochen ist durch die Wehranlagen flussabwärts.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich ein paar Minuten Zeit nehmen, unseren deutlich kostengünstigeren Vorschlag zur Errichtung eines Fußbades anzuschauen.

Grundsätzlichen teilen wir die Bedenken mancher, dass die vom Baureferat gutachterlich ermittelten Lösungen für 16-36 Millionen Euro recht teuer ausfallen. Wir haben von einer Fachfirma ein alternatives Konzept entwickeln lassen, welches nicht aus festen, sondern aus schwimmenden Einbauten besteht. Der Vorteil besteht darin, dass diese Einbauten das ganze Jahr und bei jedem Wasserstand in der Isar bleiben können, da sich die Einbauten dem Wasserstand anpassen. Den aktuellen Stand unserer Überlegungen für ein deutlich kostengünstigeres “schwimmendes Isarflussbad” im Bereich zwischen der Reichenbachbrücke im Süden und etwas nördlich der Ludwigsbrücke finden Sie in der Anlage zu diesem Schreiben.

Wir möchten anregen, dass der Stadtrat in einem Änderungsantrag die Variante “fester Einbau” verwirft und das RGU bittet, mit dem Haushaltsansatz für das zweite Gutachten („vertiefende Untersuchung“) stattdessen die Bildung eines Konsortiums aus Isarlust e.V., dem Wasserbauingenieur Johannes Titze und dem größten Münchner Breitensportverein MTV München von 1879 e.V. zu ermöglichen. Wir freuen uns, wenn hier auch das RGU im Benehmen mit weiteren Referaten mitwirkt. Wir gehen nach einer ersten Kostenschätzung in der einfachsten Variante von reinen Errichtungskosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro aus. Geplant ist dabei zunächst eine Einstiegs- und eine Ausstiegsinsel. Hinzu kommen Gutachten-, Planungs-, Bauüberwachungs-, Wartungs- und Betriebskosten.

Sollte das Isarflussbad auf große Begeisterung und hohe Nachfrage stoßen, wie z.B. die Flussbäder in Zürich oder die Hafenbäder in Kopenhagen, kann es modular mit der Nachfrage ausgebaut werden. Zudem gehen wir von einer Nutzbarkeit in allen 12 Monaten des Jahres aus (außer bei Hochwasser). Viele Münchner*innen, die gern surfen, haben ohnehin eine Neoprenanzug, weitere werden hinzukommen. Sauna- und Dampfbadanlagen, wären, wie auch Kinderbecken an Land, eine gute Ergänzung. Ein weiterer Vorteil einer schwimmenden und damit mobilen Lösung: bei Baustellen im derzeit avisierten Bereich, kann das Isarflussbad kurzfristig umziehen.

Weiterhin bitten wir den Stadtrat in nächster Zeit zu klären, ob die Nutzung des Isarflussbades für die Münchner*innen kostenlos (Finanzierung der Betriebs- und Wartungskosten aus Haushaltsmitteln) sein soll oder ob einer möglichen Betreibergesellschaft die Möglichkeit gegeben werden soll Eintritt zu erheben (eine Orientierung an den Eintrittspreisen der SWM-Bäder wäre z.B. denkbar).

Freundliche Grüße auch von Wasserbauingenieur Johannes Titze und Veit Hesse, Geschäftsführer des MTV München von 1879 e.V.,

Ihr Benjamin David
Isarlust e.V.“

Hier findet sich das Konzept „River Islands“ des Wasserbauingenieurs Johannes Titze zum Download als *.pdf. Bereits 2015 hatte der Isarlust e.V. in einem selbst organisierten und finanzierten Fachworkshop die generelle Machbarkeit eines Isarflussbades u.a. mit Experten aus Zürich, Kopenhagen, New York und Berlin und Stadtrats- und Bezirksausschussmitgliedern festgellt. Hier können Sie die Dokumentation internationaler Fachworkshop „Ein Isarflussbad für München?! 2015“ einsehen und ebendalls al *.pdf herunterladen.

Jeder der sich ein Bild von der geeigneten Strecke für ein Isarflussbad neben dem Deutschen Museum in der großen Isar  machen will, kann dies zum Beispiel in diesem Videobericht der BBC über den schwimmenden Arbeitsweg des Isarlust-Vorsitzenden Benjamin David von der Wittelsbacherbrücke zum Kulturstrand an der Ludwigsbrücke tun.

#AutofreieIsar

Am 21.7.2019 von 14.00 – 16.00 Uhr laden der Isarlust e.V., ein breites Bündnis von Vertreter*innen von Umwelt-, Mobilitäts- und Kulturorganisationen und zahlreichen Kultureinrichtungen an der Isar zum Sternflanieren für die #AutofreieIsar. Von 29 Startpunkten rechts- und links der Isar spazieren die Münchner*innen von den schönsten Stadtviertelplätzen auf das sonst vom Autoverkehr weitgehend entwertete Innenstadtufer der Isar („Isarparallele“) und treffen sich schließlich auf der Ludwigsbrücke zu einem Kunsthappening mit indischen Holifarben, bei dem auf der Ludwigsbrücke symbolisch der öffentliche Raum zurückgewonnen wird.

Die bunte Demonstration unter dem Motto #AutofreieIsar – Wir Bürger*innen machen das jetzt selbst ist Auftakt zu einer Kampagne, die den am 15.3.2020 neu zu wählenden Oberbürgermeister*in, Stadträtinnen und Stadträte dafür begeistern soll, auf 4,5 Kilometer Länge die jetztigen 4-6 spurigen Autostraßen (weitgehend) in öffentliche Räume mit Stadtgrün, Aufenthaltsqualität, großzügigen Fußwegen und amtlichen Radwegen umzuwandeln (helblau im Plan) und so auch die bestehenden (aufgrund des Lärm weitgehend unnutzbaren) öffentlichen Räume (dunkelblau im Plan) wieder lebenswert zu machen bzw. die Verbindungen zwischen diesen wieder genießbar zu machen.

Ziel: eine (weitgehend) #AutofreieIsar ab 2022

Seit vielen Jahren setzt sich der Isarlust e.V. für mehr Raum für Menschen und den gleichzeitigen Schutz der Natur und Landschaft entlang der Isar ein. In unserer stark wachsenden Stadt müssen zügig neue nutzbare öffentliche Räume entstehen, auch und gerade auf Kosten von Autoverkehrsflächen innerhalb des Mittleren Rings. Die #FridaysForFuture-Bewebung gibt uns zudem den Mut eine Nummer größer, mutiger und schneller zu denken. Ziel ist es innerhalb weniger Jahre die Iffland-, Widenmayer-, Steinsdorf-, Erhardt-, Wittelsbacher-, Isartal- und Schäftlarnstraße für den Durchgangsautoverkehr unattraktiv zu machen und gleichzeitig Anwohner- und Anliegerverkehre sowie zwingend notwendige Fahrten (z.B. von Bussen, Trambahnen, aber auch Schwerbehinderten und notwendigen Lieferfahrten) weiterhin zu ermöglichen. Hinzu sollen „Stichfussgängerboulevards“ z.B. vom St.-Anna-Platz oder Maria-Hilf-Platz an die Isar kommen, die nur von Anwohner*innen und Anlieger*innen mit dem PKW gekreuzt werden können.

Vorbild ist die Altstadt innerhalb des Altstadtrings, in der es nur noch einspurige, schlaufenförmige Einbahnstraßen für den allernötigsten PKW-Verkehr gibt. Anlaß ist das „Verkehrsgutachten Stadt und Fluss“ des städtischen Planungsreferats, dass entgegen der Intention des Münchner Stadtrats, keine Reduktion des Autoverkehrs innerhalb des Mittleren Rings für möglich hält und somit irrtümlicher Weise behauptet, dass die Umwidmung von Autospuren an der Isar zu Verdrängungseffekten von Durchgangsverkehr in die Stadtviertel an der Isar führen wird. Selbstverständlich ist dies nicht der Fall, wenn der Autoverkehr insgesamt abnimmt.

Vorbild ist die „autogerechte Stadt“ vor genau 50 Jahren – bzw. deren Verhinderung

Wir haben ein Vorbild: die Gründer des Münchner (Bau-)Forums e.V., von denen leider nur noch Karl Klühspieß am Leben ist. Den fünf Aktivisten gelang es 1969 – vor genau 50 Jahren – eine bereits vom Münchner Stadtrat beschlossene 8-10 spurige, kreuzungsfreie Stadtautobahn zu verhindern, für die sämtliche Bäume am Westufer der Isar zwischen Mittlerem Ring im Norden und Mittlerem Ring im Süden gefällt werden sollten und die sogar zur Hälfte die Isar auf Betonständern überragt hätte.

Warum sollte es nicht andersherum auch gehen: die Bürger*innen als Ermöglicher, als Inspiratoren für die Politik und nicht als Verhinderer. Die Bürger*innen schlagen in denen kommenden Monaten einen mutigen Entwurf vor, den der Stadtrat mit einfacher Mehrheit beschließen kann. Hierzu finden im Herbst Gespräche mit den Mitgliedern der örtlichen Bezirksausschüsse aber auch anderen Multiplikator*innen aus den Vierteln rechts und links der Isar statt.

Neue Planungskultur: statt „Gutachtenorgien“ und „Verschieberitis“, Experimente, Evaluationen und gemeinsames Weiterentwickeln

In der Verkehrspolitik mit seiner Komplexität gilt ganz besonders, was auch in vielen anderen Planungsbereichen gilt. Mit der richtigen Fragestellung, den richtigen Eingangsgrößen und dem richtigen Gutachter, lässt sich alles belegen (und auch sein Gegenteil). Wir schlagen darum eine neue Planungskultur vor. Mit großflächigen Experimenten, sollen zunächst an den Wochenenden, Autostraßen zu öffentlichen Räumen für Fußgänger*innen und Radler*innen werden – und natürlich auch zu lebenswerten Plätzen für den Aufenthalt, Kommunikation und Begegnung. Begleitet werden diese temporären Experimente mit Evaluationen. So können mögliche (ggfs. auch negative) Nebeneffekte dokumentiert werden und beim nächsten „Experiment“ und schließlich in der entgültigen Planung darauf reagiert werden.

Für 2020 ist ein 4.500 Meter langes und 20 Meter breites soziales Kunstprojekt geplant

Diese neue Planungskultur wollen wir 2020 mit den Mitteln der Kunst vorführen – voraussichtlich auch dann mit indischen Holifarben nur auf der gesamten Strecke von 4.500 Metern und 20-50 Metern breite. Mit diesem abwaschbaren Pulver, das wir übrigens aus zertifiziert ökologischer, deutscher Herstellung beziehen, lassen sich schnell von tausenden Teilnehmer*innen öffentliche Räume „markieren“. So wird der öffentliche Raum erlebbar, den die (weitgehend) #AutofreieIsar freisetzen wird.

#voteeurope #wehretdenanfängen #lights4europe

#voteeurope #dievielen #wehretdenanfängen #bewarethebeginnings #lights4europe

Dear european sisters, brothers, friends and family,

Father-Rhein-Fountain was built by Munich Artist Alois v. Hildebrandt as a present for the french people of Straßbourgh on the river Rhein on the french side of the german-french boarder from 1897 – 1903 when Thomas Mann still lived in Munich on our river Isar and our City gave the world #jugendstil, #münchenleuchtet and the #blauerreiter.

The french people of Straßbourgh gave the fountain back to the german People of Munich exaktly 100 years ago in 1919 right after WW I. They didn’t want a „german fountain“ in the heart of their city at Broglier Square after the attrocities of WW I commited by Germans.

The Nazi junta gaining traktion in Munich from 1918-1933 around Adolf Hitler loved the „french“ fountain that was reerected in 1932 right vice versa next to the world famous „Deutsches Museum“ at „Ludwigsbrücke“ in central Munich, where Munich was „invented“ in the year 1158, 861 years ago. A little know and talked about fact in our official city history.

Adolf Hitler and the NSDAP took over the German Reichstag with barely 33,1% of the votes, built and reopend todays version of the 861 year old „Ludwigsbrücke“ in 1935 in there image of the #hauptstadtderbewegung just bevor the destructive Nazi-Ideology – „invented“ in the hearts and minds of the Munich of our grandparents between 1927-1933 – and the infested or submerged Germans destroyed half of Europe, or actually of the World, had more than 6 Million Jews and many other minorities killed, injured countless other victims and caused more than 65 Million killed civilians and soldiers in WW II.

Let us make a difference on sunday in the #EuropeanElections2019

Together.

As humans.

Vote Europe, Democracy and Human Rights from the 23rd – 26th of May 2019 in the #EuropeanElections2019.

Yours,

The people of Munich,
in whose grandparents hearts right wing faschism and nazism was „invented“ and ment #neveragain to come back since 1945

More Info about us and our campaign #lights4europe #wehretdenanfängen #bewarethebeginnigs here: www.isarlust.org and www.1000lights.de.

Umwelt- und Kulturorganisationen, St. Max und St. Ludwig demonstrieren spontan für #autofreieisar und den #isarboulevard am 27.3.2019