#kulturlieferdienst – Die künstlerischen Versammlungen der kommenden Tage

#kulturlieferdienst | Das Programm der kommenden Tage | Jeweils 18.00 – 19.00 Uhr

Sonntag, 21.06.2020 | GAME x Donnersbergerstraße (autofrei)
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Montag, 22.06.2020 | Mellowflex  x Ausserirdische x Isar (autofrei)
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Dienstag, 23.06.2020 | Autozynik x Ligsalzstraße (autofrei)
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Mittwoch 24.06.2020 | Philip Bradatsch und Band x Tegernseer Platz (autofrei)
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Freitag 26.06.2020 | Die Wiedereröffnung des Kulturstrandes | Isarbalkon auf der Corneliusbrücke feat. „Das Ding ausm Sump“ in Kooperation mit dem #kulturlieferdienst, dem Isarlust e.V. und den urbanauten (Details folgen)
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Samstag 27.06.20 | 18-19h | Oakhands (Westermühlstr.)
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Sonntag 28.06.2020 | Black Patti x Klenzestraße x Gärtnerplatz (autofrei)
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Dienstag 30.06.20 | Zebra Stelzentheater (Frundsbergstr)
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Mittwoch 01.07.2020 | Dr. Will & the Wizards x Belgradstraße (autofrei)
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Donnerstag 02.03.20 | Dis M (Kiesstr.)
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Donnerstag 02.03.20 | 19:30-21h | Maxi Pongratz (Kulturstrand Corneliusbrücke)
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Freitag 03.07.2020 |Roland Hefter x Türkenstraße (autofrei)
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Samstag, 04.07.2020 | Hello Gypsy x Parkstr (autofrei)
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Montag, 06.07.2020 | Sauglockenläutn x Kurfürstenstraße (autofrei)
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Mittwoch, 08.07.2020 | Hello Gypsy x Georgenstraße (autofrei)
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Freitag 10.7.20 | 18-19h | DOBA (Donnerbalkan) (Herzogstraße)
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Samstag 11.07.20 | Buck Roger & The Sidetrackers (Am Einlass)
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Sonntag, 12.07.2020 | Pakobeatz b2b DJ Venus x Agnes-Bernauer-Straße (autofrei)
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Was am 8.5.2020 mit einer spontanen Idee des Isarlust e.V. für die Kapuzinerstraße begann, weitet sich zu einem „revolutionären“ Konzept zur spontanen Verkehrswende in München und der Rettung der Münchner Kunst- und Kulturszene. Ab sofort finden in den kommenden Wochen täglich von 18-19 Uhr kreuz und quer durch das Münchner Stadtgebiet Auftritte von namhaften, professionellen Münchner Künstler*innen statt – auf eigens dafür vom Isarlust e.V. angezeigten Versammlungen und vom KVR, der Münchner Polizei aber auch dem Bayerischen Innenministerium für Fußgänger*innen, Konzert- und Kulturgenießer geöffneten Autostraßen.

So können Kulturgenuß und Infektionsschutz auch in der aktuellen Zeit optimal ermöglicht werden und für Münchens Künstler*innen entsteht wieder eine Einnahmemöglichkeit über steuerlich abzugsfähige Spenden in den digitalten Hut des #kulturlieferdienstes unter paypal.me/kulturlieferdienst. Gleichzeitig wird so die „Verkehrswende“ in München, wie auch schon mit den vom Münchner Stadtrat beschlossenen „Pop Up Bike Lanes“, rapide vorangetrieben – in Zeiten der globalen Pandemie aus Sicht des Isarlust e.V. „alternativlos“. Klassische Kulturorte und Kulturveranstaltungen werden absehbar noch über Monate nicht (wirtschaftlich) für Besucher*innen geöffnet werden können.

Mit den künstlerischen Versammlungen wollen die Macher*innen vom Isarlust e.V., den urbanauten und orkaan music + arts productions und die beteiligten Künstler*innen zudem den Menschen, die in Krankenhäusern, aber auch Pflege- und Seniorenheimen oder auch Asylbewerberheimen täglich übermenschliches leisten, danken. In den kommenden Wochen sind zudem auch Konzerte und andere Kunstformate vor diesen Einrichtungen geplant, damit Menschen, die aktuell z.B. aufgrund von Vorerkrankungen kaum oder nicht außer Haus gehen können oder aber auf viel zu engem Raum zusammenlebend, auch wieder zu Kunst- und Kulturgenuß kommen können.

Ab kommenden Sonntag kommen täglich weitere Konzerte aber auch Theateraufführungen, Lesungen und Liveacts auf weiteren Münchner Autostraßen hinzu über die wir mit einer weiteren Pressemitteilung/ Newsletter, über die Facebook-Seite des #kulturlieferdienst oder über die Homepage des Isarlust e.V. informieren.

Für Presserückfragen erreichen Sie uns über 0179 – 49 34 578. Künstler*innen und Anwohner*innen, die selbst auftreten wollen oder Ihre Autostraße vor der Haustür als „temporäre Konzerthalle“ vorschlagen wollen, schicken bitte eine E-Mail an:

Künstler*innen: juergen.reiter@orkaan.com

Anwohner*innen/ Anlieger*innen mit Ortsvorschlägen und/ oder Menschen, die ehrenamtlich vor Ort
mithelfen wollen: benjamin.david@isarlust.org

Mit freundlichen Grüßen vom gesamten Team des #kulturlieferdienstes,

Benjamin David
Isarlust e.V. | die urbanauten | Kulturstrand

Jürgen Reiter
orkaan music + arts productions

Nächste Auftritte des #kulturlieferdienst

Liebe Freund*innen der gepflegten Unterhaltung,

was aus einer kleinen Idee entstand, ist jetzt einfach die neueste Kulturbühne der Stadt. Mobil, auf täglich wechselnden Autostraßen, mit täglich wechselnden Künstler*innen, die sonst aktuell keine Auftrittsmöglichkeiten (und kein Einkommen) außer in Livestreams haben.

Seid so gut und schmeißt, wenn Ihr vorbeikommt oder dem ganzen im jeweiligen Livestream auf facebook.com/kulturlieferdienst beiwohnt eine großzügige Spende in den „digitalen Hut“ unter paypal.me/kulturlieferdienst. Die Spenden werden über den gemeinnützigen Isarlust e.V. abgewickelt und können steuerlich geltend gemacht werden und kommen zusammen mit dem physischen Hut vor Ort zu 100% den beteiligten Künstler*innen, Kulturschaffenden und Tontechniker*innen zu Gute.

Euer Isarlust e.V.

Dienstag, 26.5.2020 | Pasinger Bahnhofsplatz | Zebra-Stelzentheater

Mittwoch, 27.5.2020 | Thalkircher Brücke | Hellogypsy

Donnerstag, 28.5.2020 | Sonnenstraße | Das Ding ausm Sumpf

Freitag, 29.5.2020 | Pestalozzistraße | LIANN

Samstag, 30.5.2020 | Eduard-Schmid-Straße/ Bereiteranger | The Ukelites

Sonntag, 31.5.2020 | Camerloherstraße | Zebra-Stelzentheater

Jeweils 18.00 – 19.00 Uhr

#kulturlieferdienst – Was ist das denn?

7 Wochen haben wir nun alle mehr oder weniger zu Hause verbracht. Das war und ist gut und richtig so. Es gilt in Zeiten der weltweiten Pandemie das Leben unserer Großeltern, gesundheitlich Angeschlagener aber auch der Helfer*innen in den Kliniken, Pflegeheimen und anderen sog. systemrelevanten Einrichtungen unser Stadt, unseres Landes, unseres Planeten zu schützen. Der „Lockdown“ war alternativlos. Wir danken der Politik und den Behörden für ihre mutigen Schritte und wir danken allen Bürger*innen, die sich so streng an die Abstandsgebote und Schutzmaßnahmen gehalten haben und halten. Nur so wird das möglich, was die Politik seit gestern signalisiert. Eine vorsichtige Wiedereröffnung des öffentlichen Lebens in München.

Die Münchner Künstler*innen stehen derweil – schon im Normalfall mit meist prekärem Einkommen – mit dem “eingesperrten” Rücken zur Wand ihrer oft zu kleinen Wohnungen. Ausgesperrt aus Kultureinrichtungen und von Kulturveranstaltungen durch die weltweite Seuche improvisieren sie mit Wohnzimmerkonzerten vor mehr oder weniger viel virtuellem Publikum weitgehend ohne Einnahmen im digitalen Zwischenraum. Während gleichzeitig der Autoverkehr in München um 40-60% zurückgegangen ist.

Moment.

Wirklich.

Um so viel?

Jup. An den amtlichen Meßstationen der Stadt München.

So liegt es nahe eins und eins zusammenzuzählen. Kunst kommt im Rahmen des seit dem 4.5.2020 gelockerten Bayerischen Versammlungsrechts zu Euch und Ihnen vor die Haustür. Die Autostraßenspuren werden so zur Bühne. Radwege und Fußwege bleiben für den Stadtverkehr frei. Fenster und Balkone der Anwohner*innen und Anlieger*innengeschäfte werden die Ränge eines urbanen Konzertsaales. Auf der Straße können sich in abmarkierten Kreidekreisen bis zu 50 Personen versammeln – wenn sie gleichzeitig die aktuellen Abstandsgebote einhalten.

Das ist kein Witz. Im Gegenteil: das meinen wir ernst.

Bitte haltet Euch dran. Infektionsschutz ist im Moment das höchste Gebot.

Max. 50 Personen können sich derzeit im Zuge der Dritten Allgemeinverfügung des Freistaats Bayern im öffentlichen Raum versammeln:
1. Mit 1,5 Meter Mindestabstand (wir planen bei den #kulturlieferdienst-Versammlungen 4-5 Meter)
2. jeglicher Körperkontakt ist zu vermeiden
3. mit Mund-Nasen-Schutz (dieser fällt NICHT unter das Vermummungsverbot)
4. unter freiem Himmel und ortsfest, für höchsten 60 Minuten.
(5. derzeit versuchen wir gerade im Wege von Verhandlungen mit dem Kreisverwaltungsreferat, dass sich in den auf der Straße aufgemalten Kreisen jeweils auch eine sog. „häusliche Gemeinschaft“ versammeln kann. Aus infektiologischer Sicht macht dies durchaus Sinn, jedoch ist es in der aktuellen Allgemeinverfügung noch nicht vorgesehen. Das KVR kann von der Allgemeinverfügung des Landes Bayern in begründeten Fällen Abweichungen zulassen).

Liebe Radler*innen, liebe Passant*innen, bleiben Sie, bleibt bitte NICHT stehen.

Um es nochmal ganz deutlich zu sagen. Kommt gerne vorbei – aber bitte nur bis zu 50 von Euch. Schaut aus Euren Fenstern. Oder genießt auf unserer FB-Seite Kulturlieferdienst den Livestream von vor Ort.

Wenn mehr als 50 Menschen auf die Straße kommen und damit die von der Bayerischen Staatsregierung vorgegebene Höchstzahl an Teilnehmer*innen überschritten wird, werden wir nach Rücksprache mit der Polizeieinsatzleitung vor Ort ggfs. das Konzert und die Versammlung sofort abrechen. Mit SARS 2 – CoVid 19 ist nicht zu spaßen. Mit dem Leben und der Gesundheit unserer Großeltern, gesundheitlich Angeschlagener aber auch dem Leben und der Gesundheit der Menschen, die aktuell Erkrankte betreuen ist nicht zu spaßen. Laßt uns uns gemeinsam “locker machen” und gleichzeitig streng an die sinnvollen Regeln des Infektionsschutzes halten.

Nächste Auftritte des #kulturlieferdienst | Sonntag 17.5.2020 Dreimühlenstraße | Mittwoch 20.5.2020 Papa-Schmid-Straße

Einfach auf die Aufstellungspläne klicken und die Details zu den beiden Musikdemos erhalten. Und bitte: kommt. Aber haltet gut Abstand, bringt Eure Masken mit. Und genießt das Leben. Gerne könnt Ihr auch für die beteiligten Künstler*innen und Kulturschaffenden eine steuerlich absetzbare Spende leisten. Ganz schnell und unbürokratisch mit 2-3 Klicks auf diesen Link: paypal.me/kulturlieferdienst.

#kulturlieferdienst n°1 | Dr. Will & The Wizards (live) goes autofreie Kapuzinerstraße | 8.5.2020 | 18.00 – 19.00 Uhr

Der Isarlust e.V. und die urbanauten starten BEREITS MORGEN auf der autofreien Kapuzinerstraße mit Livemusik von Dr. Will, Hellogypsy und anderen Münchner Künstler*innen ihren neuen #kulturlieferdienst, der stadtweit die Münchner*innen mit Kunst und Kultur vor der Haustür versorgen will.

Bis zum – erhofften – Kulturstrandstart am 15.6.2020 vertreiben sich die urbanauten und der Isarlust e.V. die Zeit BEREITS AB MORGEN mit dem Kulturlieferdienst und bringen Kunst- und Kultur zu den Menschen nach Hause (bzw. vor die Haustür). Ab morgen, Freitag, 8.5.2020, 18.00 – 19.00 Uhr bespielen wir – unter strenger Einhaltung der pandemiebedingten, sinnvollen Abstandsgebote – gemeinsam mit Dr. Will, Hellogypsy und anderen Künstler*innen (u.a. haben spontan auch Roland Hefter und BlankWeinek Ihr Kommen angekündigt) Hauptverkehrsstraßen mit Kunst- und Kultur.

Details finden sich in der Facebook-Veranstaltung #kulturlieferdienst n°1 | Dr. Will goes autofreie Kapuzinerstraße.

Nein. Das ist kein Witz. Das ist Fakt. Bayerisches Innenministerium, Kreisverwaltungsreferat der LH München und Polizei München sind an Bord. Bis zu 50 Personen können gleichzeitig auf der Straße teilnehmen – unter strenger Einhaltung des Infektionsschutzes, der auch dem Isarlust e.V. und den urbanauten sehr am Herzen liegt.

Alle Anwohner*innen sind herzlich eingeladen aus Ihren Fenstern, von ihren Balkons, alle Münchner*innen zudem über einen Livestream Reden und Musik zu verfolgen. Straße wird Bühne. Wohnungsfenster und -balkons werden Zuschauerränge. München macht sich langsam locker – und wart gleichzeitig streng den Schutz seiner Großeltern, gesundheitlich Angeschlagener und anderer von der Pandemie besonders Betroffener. #autostraßenzukulturbühnen ist das Motto.

Radler*innen und Fußgänger*innen bitten wir langsam weiterzuradeln-/gehen (deren Wege bleiben frei), damit es zu KEINEN Ansammlungen kommt. Autos werden von der Polizei außen herum geführt, da die Konzerte und Reden mitten auf den für bis zu 50 ZuhörerInnen geöffneten Autospuren stattfinden. Hintergrund ist, dass die durch die Pandemie und ihre Folgen der Autoverkehr in München an den automatischen Zählstationen stadtweit um 40-60% abgenommen hat, während gleichzeitg der Rad- und Fußverkehr und das Bedürfnis der Münchner+innen nach großzügigen Aufenthaltsflächen im öffentlichen Raum deutlich zugenommen hat. Die Autostraßen können und sollen in und vielleicht auch über die Pandemie hinaus als Kunst- und Kulturbühnen und vor allem als temporäre öffentliche Räume für die Münchner*innen freigegeben werden.

Support your local Künstler*in

Wer die auftretenden Künstler*innen unterstützen will kann das ganz einfach via paypal.me/kulturlieferdienst oder über einen Facebook-Spendenlink tun. Es gibt ab 200 € eine Spendenquittung des gemeinnützigen Isarlust e.V. – bis 200 € gilt die Bestätigungsmail von paypal bzw. Facebook als Spendenquittung. Die Spenden können von der Steuer abgesetzt werden. Die Spenden gehen an die beteiligten Künstler*innen und in einen Topf mit dem Auftritte von Künstler*innen vor Senioren-, Pflege-, und Flüchtlingsheimen aber auch anderen Orten an der „Front“ der Pandemiebekämpfung, finanziert werden sollen.

Der #kulturlieferdienst kommt auch zu Dir und Ihnen vor die Haustür

Münchner*innen, die selbst einen #kulturlieferdienst vor Ihre Haustür auf die Autostraße oder -kreuzung wollen, schreiben eine E-Mail an benjamin.david@isarlust.org warum genau sie und ihre Nachbar*innen dringend Kunst oder Kultur auf die Ohren und auf die Autostraße oder Kreuzung vor ihrer Haustür brauchen. Gern können dabei auch Lieblingskünstler*innen oder Musikrichtungen oder andere Genres (Kino, Tanz, Theater, …) vorgeschlagen werden. Dann schaun wir, ob die Künstlter*innen Lust und Zeit haben oder ob wir was Vergleichbares ausfindig machen. Natürlich wird es auch einen #Livestream von vor Ort über die Facebook-Seite www.facebook.com/kulturlieferdienst geben.


Müssen dringend raus: Dr. Will & The Wizards bespielen am Freitag, 8.5.2020 von 18.00 – 19.00 Uhr die autofreie Kapuzinerstraße beim #kulturlieferdienst n° 1.

Ludwigsbrücke: Hunderte Münchner*innen fordern die #AutofreieIsar vom Münchner Stadtrat

 Lieber Mitglieder des Münchner Stadtrats,

gebt Euch einen Ruck und beschließt am Mittwoch, 24.7.2019, in Eurer letzten Vollversammlung vor der Sommerpause die #AutofreieIsar. Also zumindest den Anfang auf der Ludwigsbrücke – aber warum nicht auch gleich einige Maßnahmen für mehr Klimaschutz und Lebensqualität an der Isar und viel weniger Autoverkehr.

Heute haben hunderte Münchner*innen bei einem politischen Kunsthappening für Sie und Euch den Weg schonmal vorgezeichnet.

Mit indischen Holifarben färbten die Aktivist*innen von 24 NGOs alle Autospuren auf der Ludwigsbrücke in leuchtenden Farben und zeigten so, wieviel öffentlicher Raum, Grünflächen und Naturräume sich erschließen lassen, wenn der Münchner Stadtrat mit der versprochenen #Verkehrswende endlich ernst macht, den motorisierten Durchgangsverkehr aus dem Bereich innerhalb des Mittleren Ring herausbittet und den #Isarboulevard für Fußgänger*innen, Radler*innen, den öffentlichen Nahverkehr und als öffentlichen Raum auf 4,5 Kilometer länge zwischen Mittlerem Ring im Norden und Mittlerem Ring im Süden öffnet.

Natürlich sollen Anwohner*innen und Anlieger*innen auch weiterhin mit dem PKW auf jeweils nur noch einer Autospur zufahren können.

Gebt Euch einen Ruck, lieber Dieter Reiter, lieber Manuel Pretzl, Christine Strobl, liebe Grün Rosa Fraktion München, liebe SPD Stadtratsfraktion München, liebe CSU-Stadtratsfraktion München, liebe Fraktion FDP HUT – Neues aus dem Münchner Stadtrat, liebe DIE LINKE. München, liebe ÖDP München.

LG,

Euer Isarlust e.V. mit Green City e.V., St. Lukas, St. Maximilian, Münchner Forum, ParentsForFuture München, Verkehrclub Deutschland VCD Bayern, die urbanauten, Kulturstrand München, Play Me, I’m Yours Munich, Deine Isar und vielen dutzend weiteren Umwelt- und Kulturorganisationen und örtlichen Kultureinrichtungen an der Isar

PS: Den vollen Forderungskatalog mit sieben Punkten findet Ihr hier: https://www.isarlust.org/offener-brief-an-die-stadtfraktionen-zur-autofreienisar/.

 

Artikel aus der Süddeutschen Zeitung und dem mm vom 22.7.2019

 

Video von S!NNBILD media

 

Video von Eric Dreyerler von #AutofreieIsar am 21.7.2019

 

Fotos von Stephan Rumpf von #AutofreieIsar am 21.7.2019

 

Fotos von Eric Deyerler von #AutofreieIsar am 21.7.2019

 

Fotos von Stephan Kohls (Lukaskirche) von #AutofreieIsar am 21.7.2019

 

Fotos von Matthias Wjst von #AutofreieIsar am 21.7.2019

 

Noch mehr Fotos von Stephan Rumpf von #AutofreieIsar am 21.7.2019

 

„Ludwigsbrücke im Regenbogen“ von Friedrich, München

Durch´s Zentrum fließt die Lebensader
Vom Karwendel bis zur Donau.
Doch man kann sie kaum mehr hören,
weil stets laute Autos stören.

Doch heut´ rauschen keine Autos
Und es ist erstaunlich lautlos.
Nur die Jammer machen Rhythmus,
bis es juckt im linken Fuß.

Und nun wird es kunterbunt,
rainbow colours auf dem Grund.
Alle Hände sind dabei
bei der bunten Färberei.

So erstrahlt die Ludwigsbrück`
kaum zu fassen ist das Glück.
Die Isar ist heut autofrei
und wir alle sind dabei.

Doch die Action währt nicht lange,
denn dann kommt die Regenschlange.
Leckt hinweg das bunt´ Spektakel
und der Act bleibt ohne Makel.

Das Rollkommando macht jetzt sauber
mit Wasserspray und Bürstenzauber.
Die Ludwigsbrück´ in neuem Glanz
lädt ein zu einem Barfuß-Tanz.

Dann verklingt auch das Gesäusel
aus dem kleinen Trambahnhäusl.
„Isarlust“ machts gerne weiter –
Kreativ, colourful und heiter.

 

Übersichtsplan #AutofreieIsar

Offener Brief an die Stadtfraktionen zum Kunsthappening #AutofreieIsar

Am 18.7.2019 hat der Isarlust e.V. einen Forderungskatalog an den OB und die Fraktionsvorsitzenden im Münchner Stadtrat verschickt mit der Bitte zügig Beschlüsse zum thema (weitgehend) #AutofreieIsar zu beschließen. Infos zum Kunsthappening #AutofreieIsar am Sonntag, 21.7.2019, 14.45-15.45 Uhr finden sich hier. Wir freuen uns, wenn Sie und Ihr uns zum Mobilisieren mit der Facebook-Veranstaltung #AutofreieIsar helft.

„Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Fraktionsvorsitzende, sehr geehrte Mitglieder der Stadtratsfraktionen,
lieber Alexander, liebe Verena, lieber Manuel, liebe Frau Menges, liebe Katrin, lieber Florian, lieber Dominik, lieber Michael,

gerne laden wir Sie und Euch auch zum Kunsthappening für die #AutofreieIsar diesen Sonntag, 21.7.2019, 14.45 – 15.45 Uhr auf die Ludwigsbrücke, zu dem ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aufruft. Mehr Informationen gibt es hier.

Danke für den mutigen Schritt die Ludwigsbrücke künftig nur einspurig pro Richtung für PKW einzurichten.

Wir sind der Meinung der Stadtrat sollte weiter gehen in Zeiten von spürbarem Klimawandel und den #FridayforFuture-Protesten einer jungen Generation und schicken Ihnen und Euch hiermit konkrete Vorschläge des Isarlust e.V. zum Thema (weitgehend) #AutofreieIsar, die wir den Stadtrat bitten am 24.7.2019 zu beschließen (hierzu bitten wir auch den angehängten Plan zur Kenntnis zu nehmen):

1. Ludwigsbrücke komplett für Fußgänger und Radler öffnen und für PKW schließen und wieder als öffentlichen, begrünten Stadtplatz an der Isar im Herzen von 861 Jahren Münchner Stadtgeschichte gestalten. Vorbild: Karlsbrücke in Prag. Durchgangsverkehre mit Quelle und Ziel außerhalb des Mittleren Rings werden eingeladen künftig über den zu diesem Zwecke mit drei Autotunnels ertüchtigten Mittleren Ring zu fahren.

2. Die Achse zwischen Gasteig und Isartor (weitgehend) autofrei und als Boulevard für die Menschen gestalten.

3. Reichenbachbrücke, Wittelsbacherbrücke und Maximiliansbrücke werden einspurig für Autos. Dafür entsteht mehr Platz für Fußgänger, Radler und Aufenthalt. Möglicherweise kann hier kurzfristig an Wochenenden auch über temporäre Lösungen nachgedacht werden, da es bei schönem Wetter insb. auf der Wittelsbacherbrücke und Reichenbachbrücke zu erheblichen Konflikten zwischen den Verkehrsteilnehmern auf dem mittlerweile iel zu engen Fuss- und Radweg kommt. Ehem. Braunauer Eisenbahnbrücke und Zuwegungen (vgl. Highline Park in New York) als neue Fußgängerverbindung öffnen. Klenzesteg realisieren.

4. Isarparallele (Ifflandstraße, Widenmayerstraße, Steinsdorfstraße, Erhardtstraße, Wittelsbacherstraße, Isartalstraße, Schäftlarnstraße) werden für den Durchgangsverkehr und vermeidbare Autofahrten geschlossen und sind nur noch für Anwohner*innen- und Anlieger, Rettungsdienste und Schwerbehinderte, Busse und Trams und andere unvermeidbare Fahrten mit Quelle oder Ziel innerhalb des Mittleren Rings je einspurig pro Richtung befahrbar. An einer Stelle soll die Durchfahrt gänzlich unterbrochen werden, so dass eine Durchfahrt für Durchgangsverkehr von Norden nach Süden bzw. umgekehrt unmöglich ist. So entstehen riesige Flächenvorräte (jeweils 2-6 Autospuren plus Straßenbegleitflächen können wegfallen), die öffentlicher Raum, Naturraum oder auch breitere Fuß- und Radwege werden können.

5. Auf der Ifflandstraße zw. Lehel und Mittlerem Ring im Norden, dem einzigen Stück „autogerechte Stadt“, dass in München realisiert wurde, bevor die Bürger*innen 1969 mit massiven Protesten die geplante Isarautobahn (kreuzungsfrei, 8-10 spurig, Fällung aller Bäume am Westufer der Isar) stoppen konnten, wird zudem geprüft, ob hunderte bezahlbare Wohnungen auf städtischen Grundstücken möglich werden, realisiert von Genossenschaften und/ oder städtischen Wohnungsbauunternehmen. Zeitgleich könnte auch der Englische Garten und die Isar städtebaulich und landschaftsgärtnerisch wieder miteinander verbunden. Ein vergleichbares Vorgehen ist im Süden des Isarboulevards auf der Schäftlarnstraße denkbar.

6. In den isaranliegenden Vierteln links UND rechts der Isar, werden „Stichfußgängerboulevards“ an die Isar umgesetzt, so dass alle Isaranrainer profitieren. Mögliche Schleichverkehre mit dem PKW durch die Stadtviertel links UND rechts der Isar werden durch die Einrichtung von Anwohner- und Anliegerfurten über diese „Stichfußgängerboulevards“ – ggfs. technisch mit versenkbaren Pollern umgesetzt – verhindert.

7. Zufahrten zu bestehenden Parkeinrichtungen für die Anwohner*innen an der Isarparallele und den Stichfußgängerboulevards sollen als Fuhrten weiter mit dem PKW zufahrbar bleiben.

Ihr Benjamin David bzw. Euer Ben
Vorsitzender Isarlust e.V.

Kopie an:
Kommunalreferentin Kristina Frank
Thomas Lechner“