Alle Beiträge von Isar Lust

Jetzt kommt das „Isarflussbad“

Große Freude beim Isarlust e.V., den urbanauten und ihrem Partner MTV München von 1879 e.V. über den gestrigen Beschluss der Stadtratsvollversammlung zum „Isarflussbad“. Erste wichtige Fragen zur Zukunft des Projektes beantworten die Akteure in dieser Pressemitteilung und zeigen sich dankbar, dass Stadtpolitik wie Stadt- und Landesverwaltung in nur 2 Jahren die Machbarkeit klären konnten, obwohl eine komplexe Aufgabe zu bearbeiten war.

> > > Jetzt den gemeinnützigen Isarlust e.V. bei seiner Arbeit für das Isarflussbad mit einer steuerabzugsfähigen Spende oder Mitgliedschaft unterstützen oder einen Wickelfisch erstehen < < <

Auch freut man sich über die große Unterstützung von Bürgermeister Josef Schmid, Oberbürgermeister Dieter Reiter, vielen Stadträten und vielen Akteuren aus Stadt- und Landesverwaltung. Am Montag, 30.7.2018, 18.00 – 20.00 Uhr laden Isarlust e.V. und die urbanauten zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion mit Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Naturschutz und Bürgern an den Kulturstrand. Medienvertreter sind herzlich willkommen.

Der Isarlust e.V. und die urbanauten erlauben sich als Initiatioren des „Isarflussbades“, das ja inzwischen zu unserer Begeisterung viele weitere „Mütter“ und „Väter“ hat, einige Anmerkungen insbesondere zu Kosten, Betreibermodel und dem weiteren Verfahren zu machen.

Gibt es überhaupt Menschen, die in einem „Isarflussbad“ schwimmen wollen?

In Zürich nutzen jedes Jahr 100.000e Menschen die Flussbäder, bei weitgehend – es gibt auch Unterschiede – vergleichbaren Wassertemperaturen, Fließgeschwindigkeiten, Hochwassergefahren, Wetterbedingungen – und das 365 Tage im Jahr. In Kopenhagen werden Hafenbäder von 100.000en von Menschen jährlich genutzt und das obwohl das Wasser dort teils noch deutlich kälter ist – ebenfalls 365 Tage im Jahr. Man nutzt ggfs. Neopren – und – es gibt teilweise am Ufer Saunen (vgl. auch Badeschiff Berlin bzw. im Winter Saunaschiff Berlin).

Wird durch das „Isarflussbad“ jemanden „etwas weggenommen“?

Es geht beim Isarflussbad darum die Isar in diesem seit 1869 nicht zugänglichen und aufgestauten Flussabschnitt überhaupt wieder für Menschen zugänglich zu machen – übrigens unter Berücksichtigung der Fischökologie, wie es auch der Bund Naturschutz Kreisgruppe München wenn dann hier für möglich hält, da die Isar in diesem Bereich ohnehin aufgestaut ist und die „ökologische Korridorfunktion“ unwiederbringlich weitgehend unterbrochen ist (Wehr VI und Wehr VII aber auch Verkehrslärm). Warum? Würden die Wehre abgebaut (theoretisch denkbar) würde der Eisbach kein Wasser mehr bekommen (der über einen Kanal unter der Lukaskirche gespeißt wird) und das Praterkraftwerk könnte keinen Strom mehr generieren.

Ersteres wäre wohl keine gute Idee sowohl für Surfer wie auch für Badende im Eisbach im Englischen Garten, zweiteres wäre überhaupt nicht möglich, da hier langfristige wasserrechtliche Verträge zwischen der Praterkraftwerk Gmbh (70 % SWM, 30% Green City AG) und der öffentlichen Hand bestehen. Eine „Renaturierung“ der Ufermauern, wie man sie z.B. vom Flaucher kennt, ist statisch nicht möglich, auch Städtebau, Denkmalschutz und beengte innerstädtische Raumverhältnisse stehen dieser – an sich vielleicht wünschenswerten – Idee entgegen, wie auch die gerade erst in Ertüchtigung befindliche Standsicherheit des Deutschen Museums bzw. seiner Ufermauern.

Es geht vielmehr um einen „neuen“ öffentlichen Raum, vergleichbar einem kommunalen Schwimmbad (aber mit anderen „Regeln“, da es sich um ein Naturbad handelt) bisher ohne Zugang, mitten in einer Stadt, die jährlich um 20-30.000 Menschen wächst, in einer Region, die jährlich um 40-60.000 Menschen wächst. Bestehende Schwimmbäder aber auch die südliche renaturierte Isar und der Englische Garten laufen sprichwörtlich über. Übrigens mit bester öffentlicher Anbindung, da direkt am Isartor/ Deutsches Museum. Zudem ist das Isarflussbad von den Initiatoren und nun auch von der LH München im Bereich zw. Deutschen Museum und den Patentämtern angedacht, so dass KEINE AnwohnerInnen betroffen wären!

Kostet ein „Isarflussbad“ wirklich soviel?

A. Einrichtungskosten

Die Kostenschätzungen des Gutachters der LHM liegen bei 9 – 34 Mio €. Die inoffiziellen Kostenschätzung eines Wasserbauingenieurs, der den Isarlust e.V. ehrenamtlich unterstützt, liegen bei 1,0 – 5,3 Mio €. Hintergrund: Stadtgutachter plant feste Einbauten ins Hochwasserbett, Isarlust e.V. und unterstützender Ingenieur schlagen eine schwimmende Lösung auf Floßen/ Pontons vor. Bei prognostiziertem extremem Hochwasser (vermutlich „HQ10“, ca. alle 10 Jahre) werden die Floße vom THW aus dem Fluss gehoben oder hochgeklappt bevor das Hochwasser kommt. Vorwarnzeit sind hierfür ausreichende 8 Stunden vom Sylvensteinspeicher nach München.

Zum Finanzbedarf: der Isarlust e.V. geht davon aus, dass 1-2 Mio € für die Investitionskosten per Crowdfunding von Bürgern, per Spenden, über Umwelt- und Sportstiftungen aber auch über Förderprogramme von Bund und Land eingeworben werden können (vgl. Flussbad Berlin, +Pool New York). Möglicherweise sind die Einrichtungskosten also sogar komplett ohne öffentliche Mittel zu leisten, wenn sich die unteren Kostenprognosen des Isarlust e.V. realisieren lassen.

„Schlimmstenfalls“ kommen laut Überlegungen des Isarlust e.V. – Stand heute – 0 € – 3,3 Mio € auf die öffentliche Hand zu, für ein Isarflussbad das fünfzig bis hundert Mal so groß ist wie das Becken des Schyrenbades (650 – 1,2 km Länge) und das von allen MünchnerInnen nach Vorstellung des Isarlust e.V. (vgl. Badis in Züich und Hafenbäder z.B. in Kopenhagen) genutzt werden kann – auch Kindern, Familien und älteren oder behinderten Menschen, die in Spezialbecken (vgl. Konstruktionsprinzip des „Tauchsieders“), baden. Möglicherweise könnten aber zB auch Baby- und Kinderbecken am Ufer entstehen.

B. Betriebskosten

Zu den jährl. Betriebskosten: wie an vielen Badeseen, Flussbädern oder Meeresstränden, schlägt der Isarlust e.V. ehrenamtliche BademeisterInnen (evtl. auch mit Aufwandsentschädigung) vor, die von Profis geführt werden. Vorbild sind Wasserwacht, DLRG, THW oder auch große Breitensportvereine, die sowohl mit Haupt- wie Ehrenamtlichen arbeiten. Die Kosten hierfür, zu denen dann möglicherweise auch noch Versicherungskostem kommen, können noch nicht definiert werden. Hierfür sind die Planungen noch zu unkonkret.

Wird durch ein „Isarflussbad“ ein Isarabschnitt „privatisiert“, „kommerzialisiert“ oder „eventisiert“? Ist das Flussbad ein „Luxusprojekt“? Ist das Bad nur für Menschen, die teuren Eintritt sich leisten wollen und können?

Klares Nein. Der Eintritt sollte sich – wenn es nach dem Isarlust e.V. geht – höchsten an den SWM-Bädern orientieren (z.B. Einzelkarte Erwachsener 4,60 €, ermässigt 3,20 €, Kinder, Schwerbehinderte und Ermässigte frei, Monatskarte für Berechtigte 44,00 €). So ließen sich Investitions- und Betriebskosten (nach heutiger Kostenschätzung) zumindest in erheblichen Teilen refinanzieren. Alternativ könnte der Zugang kostenlos sein, wenn die LH München oder wg. der möglichen überregionalen Bedeutung auch der Freistaat Bayern diese Kosten trägt, wie es in anderen Bereichen auch der Fall ist. Generell wäre das, um den langjährigen Unterstützer des Projektes Bürgermeister Josef Schmid zu zitiieren, eine schöne Sache.

Wie hängen das zivilgesellschaftliche und das städtische „Isarflussbad“ zusammen?

Bisher nicht. Außer, dass Isarlust e.V. und die urbanauten mehrere Stadträte und BM Schmid bei Ihrem Fachworkshop und Podiumsdiskussion am 10.5.2015 im DAV-Museum und am Kulturstrand (Link zur Dokumentation) dazu angeregt haben, einen Antrag zum Isarflussbad im Münchner Stadtrat für eine Machbarkeitsstudie für ein Isarflussbad zu stellen und das Bürgermeister Josef Schmid immer wieder die Schirmherrschaft der von RGU, BAU, Wasserwirtschaftsamt und anderen Verwaltungen genehmigten „Big Jump“ Aktionen des Isarlust e.V. und der urbanauten übernommen hat, gab es bisher keine Zusammarbeit.
So wurde auch nicht die vom Isarlust e.V. und den urbanauten vorgeschlagene Realisierungsvariante vom städtischen Gutachter mitgeprüft. Das soll sich nun ändern.

Aus Sicht des Isarlust e.V. und der urbanauten ist es sinnvoll, dass Projekt „Isarflussbad“ ab jetzt von vorherein in den weiteren Stufen als ein kooperatives Projekt zwischen zivilgesellschaftlichen Akteuren, der LH München und dem Land Bayern anzupacken. Der Kreis bleibt hier auf auf zivilgesellschaftlicher Seite offen für weitere interessierte Partner. Die generelle Machbarkeit ist fachlich erwiesen durch das Gutachten des Wiener Büros Werner Consult. Beim Isarlust e.V. beginnt man im Herbst mit der Ausbildung von Rettungsschwimmern, Wasserrettern und Strömungsrettern, die den Betrieb gewährleisten können. Hier arbeitet man eng mit Münchens größtem Breitensportverein MTV München von 1879 zusammen, dessen 340 TrainerInnen zu erheblichen Teilen den „Rettungsschwimmer“ bereits haben. Benjamin David und die Teams bei Isarlust e.V. und den urbanauten beginnen teils selbst im Herbst mit der Ausbildung zum Rettungsschwimmer und später auch Wasserretter. Mit der Green City AG gab und gibt es erste vielversprechende Kooperationen und Gespräche insbesondere im Bereich Crowdfunding/ Crowdinvest aber auch was den Zusammenhang mit dem Praterkraftwerk betrifft.

Welches innerstädtische Flussbad wird zuerst fertig? Das in München oder das in Berlin?

Die Vorstände Tim Bastian Edler vom Flussbad Berlin e.V. und Benjamin David vom Isarlust e.V. haben mit ihren Teams einen spielerisch-sportlichen „Wettbewerb“ vereinbart, wer als erstes das Flussbad in der jeweiligen Stadt gemeinsam mit der öffentlichen Hand eröffnen kann? München hat hier beste Voraussetzungen, da das Isarwasser nicht mehr gereinigt werden muss. Allerdings konnten die Berliner bereits rund 4 Mio € für Ihr Projekt beim Bundesförderprogramm „Nachhaltige Stadtentwicklungspolitik“ einwerben. Da das Flussbad in München aber – aller Voraussicht nach deutlich billiger kommen wird – würden Isarlust e.V. und urbanauten mittlerweile von einem „Gleichstand“ sprechen. Gut, und Zürich hat seine sechs Flussbäder natürlich nie geschlossen, sondern betreibt sie seit über 100 Jahren. Patrick Müller, der dortige Chef der Fluss- und Schwimmbäder liegt also deutlich vorn.

Bei der Gelegenheit möchten wir Sie und Euch erneut zu unserer Podiumsdiskussion am kommenden Montag, 30.7.2018, vom 18-20 Uhr an den Kulturstrand München am Vater-Rhein-Brücke, Ludwigsbrücke, einladen.

Kommt jetzt das “Isarflussbad”?

Podiumsdiskussion mit:

Prof. Dr. Hans Theiss | In Vertretung von Bürgermeister Josef Schmid

Stephanie Jacobs | Umweltreferentin der LH München

Prof. Dr.-Ing. Silke Langenberg | Hochschule München

Kristina Frank | Stadträtin | CSU-Fraktion

Christian Müller | Stadtrat | SPD-Fraktion

Dr. Florian Roth | Stadtrat | Fraktion Bündnis90/ Die Grünen – rosa liste

Thomas Ranft | Stadtrat | Fraktion FDP-Hut

Dr. Thorsten Kellermann | Bund Naturschutz KG München e.V.

Benjamin David | Isarlust e.V. | die urbanauten

Moderation: Michael Ruhland | Isarlust e.V.

Zeit | 30.7.2018 | 18.00 – 20.00 Uhr
Ort | Kulturstrand, Auf der Insel, Ludwigsbrücke
Wir empfehlen mit Fahrrad, Fuss, S-Bahn oder Tram zu kommen. Wer schwimmt: bitte das Badeverbot beachten und direkt hinter der Ludwigsbrücke die kleine Leiter auf der rechten Seite verwenden.

Zürich hat sie. Kopenhagen hat sie. Paris hat sie. Berlin und New York  bekommen sie. Flussbäder! Rund ums Jahr. Trotz Hochwassergefahren und Wassertemperaturen. Nur in München ist das Schwimmen und Baden in der Isar noch verboten. Und das obwohl eine vom Isarlust e.V. angeregte Machbarkeitsstudie im Auftrag der LH München zeigt, dass ein Isarflussbad zwischen Deutschem Museum und den Patentämtern möglich wäre. Heute diskutiert der Umweltausschuss des Münchner Stadtrats über das Projekt. Am 25.7.2018 trifft die Vollversammlung des Münchner Stadtrats die letzte Entscheidung. Kommt jetzt das Isarflussbad? Wir diskutieren am 30.7.2018 mit den Münchnerinnen und Münchnern und den Entscheidern.

Podiumsdiskussion „Kommt jetzt das Isarflussbad“?

Kommt jetzt das “Isarflussbad”?

Podiumsdiskussion mit:

Prof. Dr. Hans Theiss | In Vertretung von Bürgermeister Josef Schmid

Stephanie Jacobs | Umweltreferentin der LH München

Prof. Dr.-Ing. Silke Langenberg | Hochschule München

Kristina Frank | Stadträtin | CSU-Fraktion

Christian Müller | Stadtrat | SPD-Fraktion

Dr. Florian Roth | Stadtrat | Fraktion Bündnis90/ Die Grünen – rosa liste

Thomas Ranft | Stadtrat | Fraktion FDP-Hut

Dr. Thorsten Kellermann | Bund Naturschutz KG München e.V.

Benjamin David | Isarlust e.V. | die urbanauten

Moderation: Michael Ruhland | Isarlust e.V.

Zeit | 30.7.2018 | 18.00 – 20.00 Uhr

Ort | Kulturstrand, Auf der Insel, Ludwigsbrücke
Wir empfehlen mit Fahrrad, Fuss, S-Bahn oder Tram zu kommen. Wer schwimmt: bitte das Badeverbot beachten und direkt hinter der Ludwigsbrücke die kleine Leiter auf der rechten Seite verwenden.

Zürich hat sie. Kopenhagen hat sie. Paris hat sie. Berlin und New York bekommen sie. Flussbäder! Rund ums Jahr. Trotz Hochwassergefahren und Wassertemperaturen. Nur in München ist das Schwimmen und Baden in der Isar noch verboten. Und das obwohl eine vom Isarlust e.V. angerechte Machbarkeitsstudie im Auftrag der LH München zeigt, dass ein Isarflussbad zwischen Deutschem Museum und den Patentämtern möglich wäre. Kommt jetzt das Isarflussbad? Wir diskutieren mit den Entscheidern.

Im Anschluss gibt es das Konzert mit „Dude Spencer“: https://www.facebook.com/events/194521567918076/

ISARFLUSSBAD nimmt wichtigste Hürde – Gutachter bestätigt im Auftrag des Münchner Stadtrates die Machbarkeit

Bade-Balkon: So stellen sich Experten eine Liegefläche vor. Unten links eine Treppe in die Isar (Quelle: BILD München via Werner Consult Beitl Richt)

In den letzten Wochen sickerte die Nachricht langsam durch. Gestern, am 22.6.2018, dann der Paukenschlag in der Münchner BILD-Zeitung unter dem Titel „Alles klar für’s Bad in der Isar“ (BILD): Der vom Münchner Stadtrat am 9. Juli 2015 beauftragte Gutachter kommt nach der Prüfung von sieben Flussabschnitten, die der Isarlust e.V. seit nunmehr mehr als fünf Jahren vorschlägt, zu dem Schluss, dass es zwei Varianten gibt, die ein Isarflussbad möglich machen. Die Vorlage mit den Details ist derzeit noch unter Verschluss und wird erst mit dem Stadtratsbeschluss am 10.7.2018 öffentlich. Wir berichten dann.

Am heutigen 23. Juni berichten alle weiteren Münchner Zeitungen in großen Artikeln über das Thema „ISARFLUSSBAD“: 
„Das macht die Umsetzung des Isar-Flussbades so kompliziert“ (SZ)
„Freuen uns wie Schnitzel. Isarflussbad ist möglich“ (az)
„Hier soll an der Isar ein Schwimmbad entstehen. Baukosten aber verblüffen“ (tz)

Isarlust e.V. freut sich über generelle Machbarkeit – hohe vom Gutachter geschätzte Kosten verblüffen

Aus der noch nicht öffentlichen Vorlage kann hier noch nicht zitiert werden. Allerdings verblüffen die von den Gutachtern geschätzten Baukosten, die bereits den Medien entnommen werden können. 10-36 Millionen Euro soll die Realisierung je nach Variante offenbar kosten. Das ist insofern erstaunlich, als bei einem Fachworkshop mit öffentlicher Diskussion des Isarlust e.V. und der urbanauten unter dem Titel „„Ein Isarflussbad für München“ am 10.7.2015 der Chef der Züricher Bädergesellschaft, selbst erfahrener Betreiber von 6 Fluss- und Seebädern (u.a. in der mit der Isar durchaus vergleichbaren Limat), die Umbaukosten auf lediglich 600.000 € schätzte. Bürgermeister Josef Schmid sagte hierauf noch am gleichen Abend die Realisierung eines ISARFLUSSBADES auf offener Bühne zu und scherzte, dass er am Eröffnungstag einen Tag lang den Bademeister geben würde. Selbstverständlich handelte es sich bei dieser Zahl um eine grobe Schätzung der Einrichtungskosten (ohne Betriebskosten). Hierauf wieß Patrick Bauer damals hin. Allerdings sei er der Meinung, dass das ISARFLUSSBAD eigentlich „einfach schon da ist“ und nur noch der Zu- und Ausstieg geregelt werden müsse, was sich aber auch mit sehr einfachen Mitteln machen ließe. Gleiches erfährt der Vorsitzende des Isarlust e.V. auf seinem täglichen schwimmenden Arbeitsweg von der Wittelsbacher Brücke zum Kulturstrand am Vater-Rhein-Brunnen, den er als Veranstalter gemeinsam mit Ulrike Bührlen von den urbanauten leitet. Hier ist ein Video von seinem täglichen Arbeitsweg (BBC), aus dem die Strecke des ISARFLUSSBAD sichtbar wird.

Interessant wird es nun, wie der Stadtrat das weitere Vorgehen ausgestaltet. Alle Fraktionen unterstützen grundsätzlich die Idee eines solchen Projektes. Ob das allerdings bei solch hohen Kosten (die so ungefähr den Kosten gleichen für die Einrichtung eines städtischen Freibades) auch noch der Fall ist, wird in den kommenden Tagen zu sehen sein. Der Isarlust e.V. wird sich das Gutachten intensiv zu Gemüte führen und ggfs. auch Vorschläge zur einfacheren und kostengünstigeren Ausgestaltung machen.

Isarlust e.V. will gemeinsam mit Partnern das ISARFLUSSBAD als „Bürgerbad“ betreiben

Bereits seit Entstehung der Idee hat der Isarlust e.V. nicht nur inhaltlich für ein ISARFLUSSBAD geworben, sondern auch mit Happenings die generelle Machbarkeit bewiesen. So gab es am 8.5.2016 das sogenannte „Testschwimmen“ (hier geht’s zum Video des Happenings), bei dem Benjamin David & Sina Weber, (Isarlust e.V., die urbanauten), Klaus Bäumer (Münchner Forum e.V.) und die beiden SchauspielerInnen Kathrin-Anna Stahl und Anton Leiss-Huber den Bereich in Begleitung von zwei Strömungsrettern durchschwammen. Ein historisches Ereignis, denn erstmals seit dem Erlass der Münchner Bade- und Bootsverordnung am 31.12.1976 war hiermit, wenn auch nur 7 Personen, das Schwimmen in der großen Isar zwischen der Reichenbachbrücke und dem Kulturstrand am Vater-Rhein-Brunnen von den Behörden wieder erlaubt worden. Parallel gab es 2015, 2016 und 2017 mehrere Volksbadeaktionen des Isarlust e.V. mit bis zu 200 TeilnehmerInnen anläßlich des Europäischen Flussbadetages, der jedes Jahr am zweiten Sonntag im Juli stattfindet. Allerdings war hier nur das Schwimmen zwischen Braunauer Eisenbahnbrücke und Reichenbachbrücke genehmigungsfähig.

Für die Zukunft gründet der Isarlust e.V. gerade eine gemeinnützige Gesellschaft, die gemeinsam das ISARFLUSSBAD betreiben will. Hierbei werden in den kommenden Monaten auch Kriterien, die das Bad zum „Bürgerbad“ von den Bürgern für die Bürger werden lassen, formuliert und eine Konzeption mit wirtschaftlicher Berechnung aufgestellt. Denkbar sind zunächst ehrenamtliche RettungsschwimmerInnen, die ähnlich z.B. den Badeseen im Münchner Umland, die Überwachung des Schwimm- und Badebetriebs übernehmen. Möglicherweise kann diesen auch eine Aufwandsentschädigung gezahlt werden. Gleichzeitig beginnen mehrere Mitglieder des Isarlust e.V. demnächst ihre Ausbildung zum Rettungsschwimmer und später auch zum sog. Strömungsretter (mit Schwerpunkt auf Rettung in Fließgewässern) und rufen die Münchnerinnen und Münchner auf, sich als Rettungsschwimmer zu bewerben. Angedacht ist auch ein eigenes Ausbildungsprogramm für Rettungsschwimmer in Kooperation mit der DLRG und/ oder der Wasserwacht, insofern können sich auch BürgerInnen bewerben, die noch keinen Rettungsschwimmer haben.

Begleitete, schwimmende Stadtführungen für Interessierte

Parallel will der Isarlust e.V. ab sofort „schwimmende Stadtführungen“ für interessierte BürgerInnen, politisch Verantwortliche, VerwaltungsmitarbeiterInnen und JournalistInnen in kleinen Gruppen durch das mögliche ISARFLUSSBAD anbieten. Hierzu ist ein Antrag beim Referat für Gesundheit und Umwelt gestellt. Denn: wer einmal die Strecke durchschwommen hat, der weiß sofort, dass das ISARFLUSSBAD eigentlich schon da ist. Es ist ein „Münchenerlebnis“, wie man es nur ganz selten bekommt, neben dem Turm des Deutschen Museums gemütlich vorbeizutreiben. Wer schonmal ein Gefühl dafür bekommen will, kann sich hier unser Video vom Testschwimmen am ??? ansehen:

Ein Hinweis: der Isarlust e.V. und die urbanauten raten DRINGEND davon ab ohne Begleitung eines erfahren Freiwasserschwimmers den Abschnitt (in dem zudem aktuell des Baden verboten ist) zu durchschwimmen. Neugierige melden sich bitte bei Benjamin David unter benjamin.david@isarlust.org. Sobald die Genehmigung durch die LH München vorliegt, werden die schwimmenden Stadtführungen nach dem Prinzip „First come, first serve“ durchgeführt. Ein Unkostenbeitrag von 10-20 € pro Mitschwimmer ist zu leisten mit dem der Isarlust e.V. die Genehmigungs- und Sicherungskosten bezahlt. Interessierte können sich hier schonmal mit guten Regeln für das Isarschwimmen vertraut machen:

Schwimmendes Pendeln in der Isar: Sicher in die Arbeit oder nach Haus schwimmen

Den Text gibt es auch in Englisch:

Commuting to work in the river Isar in Munich

Der Isarlust e.V. empfiehlt für eine solche Tour den Kauf eines Wickelfisches oder einer anderen Schwimmboje, in dem Kleidung, Handy etc. trocken mittransportiert werden können und der auch als Ruhekissen im Wasser verwendet werden kann. Der Wickelfisch ist eine Erfindung aus Basel, wo tägliche hunderte BürgerInnen in die Arbeit oder zurückschwimmen oder sich treiben lassen. Hier geht’s zum „Isarladen“ mit Wickelfischen in der verschiedenen Farben und Motiven. Die Wickelfische sind in München vorrätig und können direkt zur „schwimmenden Stadtführung“ von uns mitgebracht werden.

Nochmal der Hinweis: Schwimmen und Baden in der Isar ist nur sicher, wenn es am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, mit den richtigen Utensilien und unser Berücksichtigung wichtiger Sicherheitsaspekte gemacht wird. Anfänger sollten NIEMALS alleine in der Isar schwimmen. Kinder ohne Begleitung durch ihre Eltern keinesfalls. Wir raten dringend dazu, zumindest die erste Tour mit einem erfahren Guide oder bei einer Aktion des Isarlust e.V. oder anderer Organisationen wie zum Beispiel der DLRG, der Wasserwacht oder des THW zu machen. Es verbleibt ein Restrisiko, wie man es zB bei Bergtouren auch hat. Die Isar ist ein Wildfluss. Der Isarlust e.V. und die urbanauten übernehmen hier keine Haftung. Die TeilnehmerInnen schwimmen auf eigene Gefahr. Soweit der „Disclaimer“. An sich ist das Isarpendeln oder Isartreiben „gefahrentechnisch“ ohne Weiteres machbar. Passen Sie aber bitte auf sich auf!

Unter dem Reiter „Isarflussbad“ im Menü unserer Homepage finden sie zahlreiche weitere Informationen zum Projekt ISARFLUSSBAD.

Impression vom Basler „Rheinschwimmen“

Großer Sandburgenwettbewerb des Kulturstrandes 2018 | 31.7.2018 | 15.30 – 18.30 Uhr

Der Isarlust e.V.,  die urbanauten und muenchenarchitektur.com laden gemeinsam ein zum „Großen Preis des Kulturstrandes 2018“

1. Preis für Familien: 2 Übernachtungen für eine Familie
1. Preis für Architekten: 2 Übernachtungn für ein Paar
im Seebad Kühlungsborn

> > > Anmeldung erforderlich per E-Mail an b.david@die-urbanauten.de.

Dazu sind willkommen Architektur- und Designbüros & -institutionen, -studierende und natürlich Kinder und ihre Eltern. Zugelassen sind alle Hilfsmittel. Es wird extra zusätzlicher Spezial-Sandburgenbausand und Isarkiesel herangeschafft.

Eine hochrangige Jury mit kritischem Auge wird die beste Sand- und Isarkieselburg 2018 küren.

Prof. Dr. Elisabeth Merk | Stadtbaurätin der LH München
Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang Heckl | Generaldirektor des Deutschen Museums
Beate Bidjanbeg | Kinder- und Jugendbeauftragte des BA 2 Ludwigsvorstadt-
Isarvorstadt
Ulrike Bührlen & Benjamin David | die urbanauten

Das weitere tägliche Kultur-, Kinder- und Sportprogramm des Kulturstrandes finden Sie hier: www.kulturstrand.org.

Kulturstrand am Vater-Rhein-Brunnen | 11.5. – 11.8.2018 | Täglich 12-24 Uhr

Vom 11.5. – 11.8.2018 findet der Kulturstrand der urbanauten wieder am Vater-Rhein-Brunnen statt. Nun sind alle Münchnerinnen und Münchner aufgerufen mitzumachen: als Sponsoren und Förderer, mit künstlerischen und kulturellen Ideen mit Wünschen und Kritik als Anwohnerin oder Anwohner an den Kulturstrand oder auch mit eigenen Festen am Kulturstrand.

Eine ganze Reihe Partner sind schon zusammengekommen: das Ostseebad Kühlungsborn leiht uns 6 klassische Strandkörbe und fördert das Kulturstrandprogramm finanziell, der Sportverein MTV 1879 München organisiert ein Kinder- und Erwachsenensportprogramm vor Ort, Mirca Lotz organisiert tolle internationalle Konzerte am Kulturstrand (z.B. 12. Mai Terra Lightfoot (Kanada), 25. Mai Paula i Karol (Polen), 25. Juli The Burning Hell (Kanada)) und natürlich tritt auch wieder Isarindianer und Bluesbarde Willy Michl auf!

Wen Sie und Ihr auch den diesjährigen Kulturstrand der urbanauten (oder den Kulturstrand 2019) mitgestalten wollen, dann melden Sie sich, bzw. meldet Ihr Euch gerne bei uns. Wie das geht, steht unten.
Mit besten Grüßen,

Ulrike Bührlen, Benjamin David, Hermann Zimmerer, Chamila Egerer, Josef Ninisz, Sina Weber, Sebastian Hüsch, Mirca Lotz, Sebastian Thauer, Christoph Neder, Patrick Slawinski, Jazzy Jentzmyk, Andreas Keck, Olivia und Martin Kalchschmid und das ganze Team von den Bademeisterinnen und Bademeistern des Kulturstrandes 2017 und der urbanauten

>>> Sponsor, Unterstützer und Förderer des Kulturstrandes werden!
Der Kulturstrand der urbanauten sucht Sponsoren, Unterstützer und Förderer. Unternehmen, die den Kulturstrand unterstützen und sich vor Ort Präsentieren wollen, wenden sich an andreas.keck@keck-net.de oder sybille.muhr@keck-kg.de. MünchnerInnen, die das Kulturprogramm am Kulturstrand unterstützen wollen, können das mit einer Spende an den Isarlust e.V. mit dem Stichwort „Kulturstrand 2018“ zum Ausdruck bringen oder mit einer Mitgliedschaft im Verein. Vertreter von Kultur- und Kunstfördereinrichtungen schicken bitte eine E-Mail an b.david@die-urbanauten.de

>>> Künstler und Kulturschaffender am Kulturstrand werden oder das Familien- und Kinderprogramm mitgestalten!
Wer am Kulturstrand auftreten will oder Kunst- und Kulturprojekte am und um den Kulturstrand vorschlagen will, schickt bitte eine E-Mail an b.david@die-urbanauten.de.

>>> Eigene Feste feiern am Kulturstrand oder MitarbeiterIn vor Ort werden!
MünchnerInnen, Organisationen oder Unternehmen die ein eigenes Fest am Kulturstrand feiern wollen, wenn sich bitte an unseren Betriebsleiter Josef Ninisz unter reservierung@die-urbanauten.de. Wer Lust hat an der Bar oder bei der Organisation vor Ort mitzuarbeiten, kann sich ebenfalls bei Josef unter bewerbung@die-urbanauten.de melden!

>>> Als Anwohnerin oder Anwohner Wünsche und Kritik loswerden!
AnwohnerInnen mit Wünschen oder Kritik wenden sich mit einer E-Mail an Ulrike Bührlen von den urbanauten unter u.buehrlen@die-urbanauten.de. Wenn’s mal zu laut wird, können sich AnwohnerInnen auch kurzfristig am Kulturstrandtelefon melden. Wir reagieren dann kurzfristig! Die Nummer wird auf www.kulturstrand.org kurz vor der Eröffnung veröffentlicht.

Kultur im Fluss

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>>> Auf Grund des begrenzten Platzangebots bitte wir
um Anmeldung  an: benjamin.david@isarlust.org

Öffentliche Diskussion des Isarlust e.V. mit prominenten Gästen am 26.2.2015 im kleinen Konzertsaal des Gasteigs mit Stadtbaurätin Prof. Elisabeth Merk, dem Generaldirektor des Deutschen Museums Prof. Dr. Wolfgang Heckl, Patentamts-Präsidentin Cornelia Rudloff-Schäffer, Gasteig-Chefin Brigitte v. Welser und Prof. Maria Auböck von der Kunstakademie. Grußwort: Benjamin David. Moderation: Michael Ruhland.

Podium_Kultur_im_Fluss

Die innerstädtische Isar macht Karriere. München entdeckt seine Mitte neu. Wie stellen sich die kulturellen Großeinrichtungen am Fluss, der Gasteig, das Deutsche Patent- und Markenamt und das Deutsche Museum ihre Entwicklung an und zur Isar, in ihrem Umfeld, im öffentlichen Raum und auf ihren Dächern vor? Welche Ideen und Maßnahmen hat die Stadtbaurätin für den innerstädtischen Isarraum? Kultur, Natur, Städtebau: Der innerstädtische Isarraum hat das Potenzial für eine noch lebens- und liebenswertere Stadt.

Kultur im Fluss
Öffentliche Diskussion

Zeit | Donnerstag | 26.2.2015 | 19.00 Uhr
Raum | Kleiner Konzertsaal | Gasteig
Eintritt frei | Spenden willkommen
S-Bahn „Rosenheimer Platz“
Tram „Am Gasteig“

Begrüßung
Benjamin David | Vorsitzender des Isarlust e.V.

TeilnehmerInnen
Prof. Maria Auböck | Akademie der Bildenden Künste München | Isarlust e.V.
Stadtbaurätin Prof. Elisabeth Merk | Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Präsidentin Cornelia Rudloff-Schäffer | Deutsches Patent- und Markenamt
Brigitte v. Welser | Gasteig München GmbH | Isarlust e.V.
Generaldirektor Prof. Dr. Wolfgang Heckl | Deutsches Museum

Moderation
Michael Ruhland | Chefredakteur Bergsteiger Magazin | SZ-Autor | Isarlust e.V.

Ausstellung „Kultur im Fluss“ 20.2. – 2.3.2015
Raum
| Glashalle, 1. OG | Gasteig
Die Studierenden des dritten Semesters Innenarchitektur der Akademie der Bildenden Künste München stellen begleitend zur Diskussion ihre Arbeiten aus. Gezeigt werden Entwürfe zu Interventionen am innerstädtischen Isarraum.

Der Isarlust e.V. lädt am 26.2.2015 zur öffentlichen Diskussion der „kulturellen Schwergewichte“ an der innerstädtischen Isar über ihr unmittelbares Umfeld . Es geht um die Bedeutung ihrer Dächer für die Bürger, es geht darum, welche Kulturnutzungen am Ufer Platz finden dürfen und welchen Bezug die Einrichtungen zur Isar haben wollen. Kurz: Was ist künftig an der Isar möglich, was ist gewünscht?

Seit 857 Jahren entsteht rund um die Ludwigsbrücke ein München, das auch auf Bayern ausstrahlt. Gleichzeitig spannt sich mit der Isar quer durchs Stadtgebiet und Altbayern ein ökologisches Band. Um das Jahr 1900 verstand sich München hier an seinem Geburtsort als „bayerische Weltstadt“ mit Boulevard, Ausflugslokalen und Architektur. Seitdem sind zahlreiche große Kultureinrichtungen hinzugekommen. Doch der öffentliche Raum an der Isar hat seit dem inzwischen längst überholten Nachkriegsmodell der “autogerechten Stadt” stark gelitten.

Welche Rolle können und wollen die großen Kultureinrichtungen und Ideenträger bei der Wiederentdeckung des innerstädtischen Isarraums spielen? Welche Inspirationen bietet die Isar für diese Einrichtungen? Was können die Akteure von temporären Experimenten wie Kulturstrand, Isarbrückennacht, Isarinselfest und Isarboulevard lernen – auch für dauerhafte Veränderungen? Werden die Münchner irgendwann von öffentlichen Isardächern in die Alpen blicken? Wie bringt man lokale und gesamtstädtische Interessen unter einen Hut? Welche Ruheinseln sollen erhalten bleiben oder neu geschaffen werden?

Bildschirmfoto 2015-02-06 um 19.01.47